Bürgerinformationen

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Die nachstehenden Tipps informieren alle Bürger und Bürgerinnen über die Möglichkeit der Verhütung von Gefahren, die im alltäglichen Leben vorkommen können.

Für weitere Fragen und Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Ihre Sicherheit ist unser Ziel!

UebersichtBeachten Sie daher bitte unsere Sicherheitstipps:

 

Damit der gemütliche Abend nicht zur Gefahr wird!

 

Wer schätzt sie nicht, die gemütliche Plauderrunde, noch dazu, wenn im offenen Kamin ein flackerndes Feuer brennt?

Doch wehe, wenn das Feuer den offenen Kamin verlässt und sich an brennbaren Gegenständen gütlich tut! Dann ist der Schritt zum Chaos nicht mehr weit.

Oft genügt hier schon eine kleine Unachtsamkeit. Vielfach sind es gravierende Baumängel, die meistens dann entstehen, wenn solche  offenen Feuerstätten nicht vom Fachmann und dann häufig nachträglich in ungenügend brandsicherer Umgebung errichtet werden.

Die von harzreichen Holzscheiten (Holz von Nadelbäumen) abspritzende Glut kann gut bis zu 1 m weit entfernt vom Kamin auf den Fußboden fallen. Brennbare Fußbodenbeläge erleiden tiefe Senglöcher oder geraten in Brand. Brennbare Wand- und Deckenteile, an die der Kamin angebaut wird oder durch die Rauchkanäle geführt werden, können mitunter erst längere Zeit nach dem Einbau der Feuerstätte in Brand geraten.

Der Einbau einer Feuerstätte ist immer eine genehmigungspflichtige Baumaßnahme!

 

Kamin1 

 

Sicherheitstipps:

  • Achten Sie besonders beim Bau eines offenen Kamins darauf, dass keine Holzteile in den Feuerraum und in die Rauchabzüge hineinragen.
  • Achten Sie auf herausfallende Funken oder abspritzende Glutteile (bei harzreichem Holz z.B. bei Nadelholz als Brennmaterial besonders stark).
  • 50 cm vor dem Kamin muss eine Bodenplatte aus feuerbeständigem Material (Fließen oder Stahl) verlegt sein. Diese Bodenplatte muss seitlich mind. 30 cm über die Öffnung des Kamins hinausragen.
  • Durch die Strahlungswärme können ungeschützte Bauteile und Möbel aus brennbarem Material in Brand geraten. Um eine Brandgefahr auszuschließen, muss ein Sicherheitsabstand brennbarer Teile, wie Teppiche, Vorhängen, Mobiliar etc., vom Kamin von mind. 80 cm eingehalten werden.
  • Beim Anzünden sollte der Kamin mit feinem Anzündholz langsam aufgeheizt und anschließend kontinuierlich befeuert werden.
  • Abgas- und Ofenrohre müssen genügend Abstand zu brennbaren Gegenständen wie Tapeten, Türrahmen, Holzverkleidungen etc. haben.
  • Hängen Sie keine Wäsche zum Trocknen dicht neben oder über den Ofen und lagern Sie keine brennbaren Gegenstände neben einem Ofen oder Kamin.
  • Nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz dürfen in häuslichen Feuerstätten nur raucharme Brennstoffe und naturbelassenes trockenes Holz (in Stücken oder Scheiten) verbrannt werden. Auf keinen Fall darf Holz verbrannt werden, das lackiert oder chemisch behandelt wurde. Auch Span- und Tischlerplatten gehören wegen der Bindemittel und Leimbestandteile nicht in den Kamin.
  • Lagern Sie Brennmaterialvorräte nicht zu nahe am Ofen.
  • Wer Abfall, Karton, Kunststoff oder Papier im Kamin oder Ofen verbrennt, erweist nicht nur der Umwelt keinen guten Dienst, er riskiert auch einen gefährlichen Kaminbrand.
  • Auch wenn das Feuer längst erloschen ist, die Asche glüht noch lange weiter und darf nur in einem feuerfesten Behälter entsorgt werden.
  • Das Kaminfeuer befindet sich oftmals in Augenhöhe von Kindern. Deshalb sind sie besonders gut zu beaufsichtigen.
  • Lassen Sie Kamine und Kaminöfen regelmäßig von einem Fachmann überprüfen.
  • Einen Kaminbrand niemals mit Wasser löschen, verwenden Sie ausschließlich einen Pulverfeuerlöscher. Verständigen Sie sofort die Feuerwehr und Ihren Bezirksschornsteinfeger.
  • Ein Funkenschutzgitter vor der Kaminöffnung ist empfehlenswert und bietet zusätzlichen Schutz.

 

Bitte beachten Sie auch unsere Sicherheitstipps zu dem Thema

Heizen und Kaminbrand

 

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