Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Cappel

Zeitraum 1940 bis 1950

 

In der Zeit von 1942 bis 1945 war die Wehr durch Einberufung zum Militär derart geschwächt, dass erneut nur wenige Männer und 14-jährige Jungs für den Brandschutz verpflichtet werden konnten.

 

Die Wehr bekam im Jahr 1942 eine Tragkraftspritze TS 8/8 Magirus, mit der sie öfters bei den durch Bombenabwürfe entstandenen Bränden in Marburg, Cappel und Umgebung im Einsatz war. Die wenigen Feuerwehrkameraden mussten oft harte Arbeit leisten, um wenigstens einen Teil der Gebäude zu retten. Schon kurz vor Kriegsende versammelten sich beherzte Männer um Ortsbrandmeister Heinrich Rein, um den Wiederaufbau der FREIWILLIGEN FEUERWEHR CAPPEL herbeizuführen. Am Anfang fanden sich nur wenige Mitglieder, da die Bevölkerung, durch den 2. Weltkrieg, gegen alles misstrauisch geworden war. Das Tragen von Uniformen war verpönt, zumal es von der Besatzungsmacht verboten war.

 

Im Jahr 1945 wurde der Kamerad Heinrich Rein von der Besatzungsmacht als Ortsbrandmeister bestätigt und die Gemeinde erwarb ein gebrauchtes Löschgruppenfahrzeug LF 8 Mercedes, in welches die Tragkraftspritze (TS) eingeschoben werden konnte. Noch immer war das Interesse der Einwohner, in irgendeiner Organisation tätig zu sein, sehr gering.

 

Die Gemeinde Cappel wuchs stätig und so hatte Cappel im Jahr 1946 325 Haushalte mit 2.282 Einwohnern.

 

Nachdem im Jahr 1947 eine Lockerung von seitens der Besatzungsmacht kam, durfte die Feuerwehruniform wieder getragen werden. Jedoch nur ohne jegliche Abzeichen, Schulterklappen, Auszeichnungen oder Ähnlichem. Im Allgemeinen wurde auch wieder mehr Interesse für die Feuerwehr gezeigt.

 

1949 übten die Feuerwehrkameraden der 1. Gruppe ein schulmäßiges Vorgehen am Brandherd. Zum ersten Mal nach dem Kriege fand der Kreisfeuerwehrtag in Wetter statt. Die Feuerwehr Cappel nahm an diesem Wettkampf noch nicht aktiv teil. Sie waren jedoch anwesend, um sich den Vorgang anzusehen und daraus etwas für die künftige Ausbildung mit nach Hause nehmen zu können.

 

Die Mitgliederzahl der Wehr hatte sich 1950 um ein Beträchtliches erhöht. Es waren Zugänge an passiven und vor allem an aktiven Mitgliedern zu verzeichnen. So konnten zwei Gruppen bei dem Kreisfeuerwehrtag in Kirchhain am Wettkampf teilnehmen.

Aus diesem Zeitraum gibt es leider keine Bilder!

 

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