Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Cappel

Zeitraum 1950 bis 1960

 

006Da die Cappeler Wehr über zwei Gruppen verfügte, der Ort zentral gelegen war und der damalige Bürgermeister Konrad Werner sich dafür einsetzte, wurde der Wehr im November 1950 das landeseigene Tanklöschfahrzeug TLF 15 zugeteilt, welches am 25. Januar 1951 beim Zimmerbrand von Heinrich Peil in Cappel sich zum ersten Mal im Einsatz befand.

 

Bei der Jahreshauptversammlung im Jahr 1951 wurde doch tatsächlich darüber nachgedacht, die Gespann-, Handdruck- und Saugspritze aus Platzgründen zu verkaufen. Zum Glück nahm man recht schnell wieder Abstand von diesem Gedanken.

 
 

007Das im Cappeler Feld, zwischen der Kreisbahn und Marburger Straße errichtete Entlassungslager brachte Cappel viel Zuwachs. Durch die Siedlung „Am Zuckerberg“ vergrößerte sich das Dorf Cappel um 1951 auf 643 Haushalte mit 2.459 Einwohnern und 304 Gebäuden mit 418 Wohnungen.

 

Am 13. Januar 1952 fuhr eine Gruppe von Feuerwehrkameraden nach Fulda, um der Gründung des Feuerwehrverbandes Kurhessen-Waldeck mitzuerleben. Von den Kameraden war jeder erfreut, diesem großen Ereignis beigewohnt zu haben. Eine große Menge Feuerwehrkameraden legten in Fulda das Bekenntnis ab: „Gott zur Ehr dem Nächsten zur Wehr“. 

 

 

0081953 wurden für die Luftschutzbereitschaften und die Feuerwehren neue Ausbildungsvorschriften erstellt, nach denen alle einheitlich üben sollten.

Diese Ausbildungsvorschriften könnten die Vorläufer der heutigen Feuerwehrdienstvorschriften gewesen sein.

 

 

Am 29. Mai 1953 fuhr eine Gruppe von Feuerwehrkameraden zum 1. Deutschem Feuerwehrtag in Ulm, nach dem Kriegsende. Sie feierten dieses Zusammenkommen mit einigen tausend weiteren Feuerwehrkameraden aus ganz Deutschland.

 

Die Feuerwehr Cappel veranstaltete vom 13. - 14. September 1953 das erste Kanal- und Wasserfest. Zu diesem Fest waren 32 Vereine und Feuerwehren eingeladen. Den Auftakt bildete eine Schlauchübung, wobei das Löschen eines Brandherdes, Abseilen und eine Selbstrettung vorgeführt wurde. Im Anschluss fand der Festumzug statt, woran sich viele Vereine beteiligten. Zum Abschluss feierten alle zusammen in geselliger Runde bis tief in die Nacht. Von dem Gewinn dieser Veranstaltung wurden neue Uniformen angeschafft.

Im Kreis Marburg waren nur wenige Motorspritzen vorhanden, daher musste die Cappeler Wehr eine Bereitschaftsgruppe für das Tanklöschfahrzeug (TLF 15) stellen, welche bei fast allen Bränden im Kreis eingesetzt wurde.