Feuerwehr
Marburg - Cappel

Historisches

Unternehmen Sie eine Reise in die Vergangenheit. Wir haben neben unserer Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Cappel seit 1926 und der Chronik des Stadtteils Cappel seit 1450 auch einige andere interessante geschichtliches für Sie aufbereitet.

 

Die Chronik unserer Feuerwehr wurde bis zum Jahr 2000 noch handschriftlich und Bildern in großen Büchern geführt.

Diese aufwendige Aufgabe wurde bis dahin immer vom Wehrführer übernommen. Doch auch der „Zahn der Zeit“ nagte an den Chronikbüchern; Seiten sowie Bilder vergilben leider mit der Zeit und sind manchmal kaum noch lesbar.

Chronikschreiber 

Gerber Peter   Fischer Werner   Buettner Tobias
Peter Gerber   Werner Fischer   Tobias Büttner
  1926 - 1990   1990 - 2000    2000 - heute

 

So entschloss sich die Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit unserer Feuerwehr zu handeln. Die Chronikbücher wurden gründlich gelesen und die wichtigsten Inhalte herausgearbeitet. Die dazugehörigen Bilder und Zeitungsartikel wurden digitalisiert.

Die Chronik ist somit für die Nachwelt erhalten und die Öffentlichkeit zugänglich. Seitdem wird die Chronik vom Webmaster-Team nur noch digital weitergeführt. 

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"Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“

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Erst die gründliche und ausführlich geführte Chronik von Peter Gerber machte es überhaupt möglich diese Chronik zu erstellen und weiter zu führen. Da die Chronik der Freiwillige Feuerwehr Cappel doch sehr umfangreich ist haben wir diese jeweils in zehn Jahresabschnitte aufgeteilt.  

1926-1930

Chronik Feuerwehr Cappel 1926-1930

 

Unter dem Motto „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“ gründete man in 1926 die Cappeler „FREIWILLIGE FEUERWEHR“. Durch diese Gründung wurde die Pflichtfeuerwehr, die 1880 ins Leben gerufen wurde und bisher den Brandschutz in Cappel ausübte, aufgelöst. 001

1880 - Feuerwehrgerätehaus

 

Ortsbrandmeister der Pflichtfeuerwehr waren:

1880 - 1909  Justus Rein

1909 - 1912  Konrad Eidam

1912 - 1914  Heinrich Rein

1914 - 1918  Konrad Eidam

1918 - 1926  Johannes Claar

 

Schon früher war die Gemeindeverwaltung bestrebt, den Brandschutz auszubauen und schaffte im Jahr 1883 eine Gespann-, Handdruck und Saugspritze an, welche die Firma Klee und Sohn in Marburg fertigte. Diese Spritze wurde von dem damaligen Spritzenmeister Georg Kühn so gut gepflegt, dass sie heute noch voll einsatzbereit ist. 

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1883 - Gespann-, Handdruck und Saugspritze

 

1926 - Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Cappel

 

Im Anschluss an eine Übung der Pflichtfeuerwehr fassten die 52 Feuerwehrkameraden im April 1926 den Entschluss, den Brandschutz des Dorfes freiwillig zu übernehmen und gründeten die Freiwillige Feuerwehr Cappel. Die Wehr wurde aufgegliedert in eine Steiger, Spritzen- und Hydrantengruppe.

 

Sie wurde vom Ortsbrandmeister Johannes Claar geführt, der zuvor schon Leiter der Pflichtfeuerwehr war.

003Johannes Claar 

 

Die Gründungsmitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Cappel waren die Kameraden:

• Heinrich Hahn   • Johannes Kühn
• Ernst Heuser   • Johannes Brunet (Schmied)
• Jakob Wißner   • Heinrich Baier
• Johannes Brunet (Kirchberg)   • Peter Löber
• Adam Elmsheuser   • Konrad Fuß
• Christian Kessler   • Willi Dippel
• Heinrich Wißner   • Gothard Ludwig
• Heinrich Müller   • Hermann Heuser
• Jakob Müller   • Fritz Kühn
• Konrad Becker    

  

1928 bildeten schon 265 Haushalte mit 1.250 Einwohnern die Gemeinde Cappel.

 

1930-1940

Chronik Feuerwehr Cappel 1930-1940

 

Im Jahre 1939 übernahm dann der bisherige Stellvertreter Heinrich Rein die Führung der Wehr. Er war auch in der schweren Zeit des 2. Weltkriegs für den Brandschutz verantwortlich.

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Heinrich Rein

 

Leider sind aus dieser Zeit nicht mehr Aufzeichnungen vorhanden. Lesen Sie doch einfach mal weiter, denn wir haben noch genug Lesestoff für Sie…

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1940-1950

Chronik Feuerwehr Cappel 1940-1950

 

In der Zeit von 1942 bis 1945 war die Wehr durch Einberufung zum Militär derart geschwächt, dass erneut nur wenige Männer und 14-jährige Jungs für den Brandschutz verpflichtet werden konnten.

 

Die Wehr bekam im Jahr 1942 eine Tragkraftspritze TS 8/8 Magirus, mit der sie öfters bei den durch Bombenabwürfe entstandenen Bränden in Marburg, Cappel und Umgebung im Einsatz war. Die wenigen Feuerwehrkameraden mussten oft harte Arbeit leisten, um wenigstens einen Teil der Gebäude zu retten. Schon kurz vor Kriegsende versammelten sich beherzte Männer um Ortsbrandmeister Heinrich Rein, um den Wiederaufbau der FREIWILLIGEN FEUERWEHR CAPPEL herbeizuführen. Am Anfang fanden sich nur wenige Mitglieder, da die Bevölkerung, durch den 2. Weltkrieg, gegen alles misstrauisch geworden war. Das Tragen von Uniformen war verpönt, zumal es von der Besatzungsmacht verboten war.

 

Im Jahr 1945 wurde der Kamerad Heinrich Rein von der Besatzungsmacht als Ortsbrandmeister bestätigt und die Gemeinde erwarb ein gebrauchtes Löschgruppenfahrzeug LF 8 Mercedes, in welches die Tragkraftspritze (TS) eingeschoben werden konnte. Noch immer war das Interesse der Einwohner, in irgendeiner Organisation tätig zu sein, sehr gering.

 

Die Gemeinde Cappel wuchs stätig und so hatte Cappel im Jahr 1946 325 Haushalte mit 2.282 Einwohnern.

 

Nachdem im Jahr 1947 eine Lockerung von seitens der Besatzungsmacht kam, durfte die Feuerwehruniform wieder getragen werden. Jedoch nur ohne jegliche Abzeichen, Schulterklappen, Auszeichnungen oder Ähnlichem. Im Allgemeinen wurde auch wieder mehr Interesse für die Feuerwehr gezeigt.

 

1949 übten die Feuerwehrkameraden der 1. Gruppe ein schulmäßiges Vorgehen am Brandherd. Zum ersten Mal nach dem Kriege fand der Kreisfeuerwehrtag in Wetter statt. Die Feuerwehr Cappel nahm an diesem Wettkampf noch nicht aktiv teil. Sie waren jedoch anwesend, um sich den Vorgang anzusehen und daraus etwas für die künftige Ausbildung mit nach Hause nehmen zu können.

 

Die Mitgliederzahl der Wehr hatte sich 1950 um ein Beträchtliches erhöht. Es waren Zugänge an passiven und vor allem an aktiven Mitgliedern zu verzeichnen. So konnten zwei Gruppen bei dem Kreisfeuerwehrtag in Kirchhain am Wettkampf teilnehmen.

 

Aus diesem Zeitraum gibt es leider keine Bilder!

 

1950-1960

Chronik Feuerwehr Cappel 1950-1960

 

Da die Cappeler Wehr über zwei Gruppen verfügte, der Ort zentral gelegen war und der damalige Bürgermeister Konrad Werner sich dafür einsetzte, wurde der Wehr im November 1950 das landeseigene Tanklöschfahrzeug TLF 15 zugeteilt, welches am 25. Januar 1951 beim Zimmerbrand von Heinrich Peil in Cappel sich zum ersten Mal im Einsatz befand.

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Bei der Jahreshauptversammlung im Jahr 1951 wurde doch tatsächlich darüber nachgedacht, die Gespann-, Handdruck- und Saugspritze aus Platzgründen zu verkaufen. Zum Glück nahm man recht schnell wieder Abstand von diesem Gedanken. 

Das im Cappeler Feld, zwischen der Kreisbahn und Marburger Straße errichtete Entlassungslager brachte Cappel viel Zuwachs. Durch die Siedlung „Am Zuckerberg“ vergrößerte sich das Dorf Cappel um 1951 auf 643 Haushalte mit 2.459 Einwohnern und 304 Gebäuden mit 418 Wohnungen.

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Am 13. Januar 1952 fuhr eine Gruppe von Feuerwehrkameraden nach Fulda, um der Gründung des Feuerwehrverbandes Kurhessen-Waldeck mitzuerleben. Von den Kameraden war jeder erfreut, diesem großen Ereignis beigewohnt zu haben. Eine große Menge Feuerwehrkameraden legten in Fulda das Bekenntnis ab: „Gott zur Ehr dem Nächsten zur Wehr“.  

 

1953 wurden für die Luftschutzbereitschaften und die Feuerwehren neue Ausbildungsvorschriften erstellt, nach denen alle einheitlich üben sollten. Diese Ausbildungsvorschriften könnten die Vorläufer der heutigen Feuerwehrdienstvorschriften gewesen sein.

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Am 29. Mai 1953 fuhr eine Gruppe von Feuerwehrkameraden zum 1. Deutschem Feuerwehrtag in Ulm, nach dem Kriegsende. Sie feierten dieses Zusammenkommen mit einigen tausend weiteren Feuerwehrkameraden aus ganz Deutschland. 

Die Feuerwehr Cappel veranstaltete vom 13. - 14. September 1953 das erste Kanal- und Wasserfest. Zu diesem Fest waren 32 Vereine und Feuerwehren eingeladen. Den Auftakt bildete eine Schlauchübung, wobei das Löschen eines Brandherdes, Abseilen und eine Selbstrettung vorgeführt wurde. Im Anschluss fand der Festumzug statt, woran sich viele Vereine beteiligten. Zum Abschluss feierten alle zusammen in geselliger Runde bis tief in die Nacht. Von dem Gewinn dieser Veranstaltung wurden neue Uniformen angeschafft.

Im Kreis Marburg waren nur wenige Motorspritzen vorhanden, daher musste die Cappeler Wehr eine Bereitschaftsgruppe für das Tanklöschfahrzeug (TLF 15) stellen, welche bei fast allen Bränden im Kreis eingesetzt wurde.

 

Früher gab es den Hornisten in der Feuerwehr. Er war zuständig für die Übermittlung von Befehlen und Signalen, die als Warn-, Alarm- und Führungssignale von großer Bedeutung waren. Immer wenn es etwas zu übermitteln gab, blies der Hornist in sein Horn und die verschiedenen Töne oder Melodien wurden von den Feuerwehrleuten verstanden und in die Tat umgesetzt. Durch die sich immer mehr ausdehnende Gemeinde dauerte die Alarmierung durch das Signalhorn der Hornisten Heinrich Fus und Ernst Prause zu lange.

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Dies war der Grund, warum die Gemeinde im Jahr 1955 eine Sirene auf dem Dach des Wohnhauses von Ernst Heuser montieren ließ. Für die Betätigung der Sirene waren im Dorf drei Feuermelder angebracht sowie ein Alarmknopf im Haus von Ernst Heuser. Es wurden Signale zur Alarmierung der Feuerwehr durch die Sirene festgelegt. Ein 1 x ¾ min. langer Heulton für einen Ortseinsatz und 2 x ¾ min. langer Heulton für einen auswärtigen Einsatz.

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Dann war es soweit, am 30. Mai 1956 heulte die Sirene der Cappeler Feuerwehr zum ersten Mal. Was war los? Kreisbrandinspektor Köster wollte feststellen, wie schnell die Alarmierung durch die Sirene dauerte. Es war ein überraschend gutes Ergebnis. Die Feuerwehr Cappel benötigte nur zwei Minuten zum Ausrücken. Eine weitere Minute später rückte schon das zweite Fahrzeug aus. Schneller ging es nun wirklich nicht. Es handelte sich hierbei jedoch legendlich um eine Alarmübung bei der Coca Cola Fabrik, wo ein Brand simuliert wurde.


 

Am 23. August 1956 ertönte die Sirene mit einem zweifachen Signal und rief die Feuerwehrmänner von Cappel zum selbstlosen Einsatz gegen den roten Hahn (Feuer) nach Mölln. Diesmal war es jedoch keine Übung. Es war ein Großbrand auf einem Bauernhof ausgebrochen. 

 

Der nun 70-jährige Heinrich Rein war nun 20 Jahre als Ortsbrandmeister tätig und wollte die Verantwortung in jüngere Hände legen. Im Jahr 1957 wurde der Kamerad Heinrich Schneider zum neuen Ortsbrandmeister gewählt.

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Heinrich Schneider 

 

Am heulte die Sirene und alarmierte zu einem Werkstattbrand beim Sattler und Polsterer Konrad Fus. Es wurde ganz selten einem Brand so schnell und erfolgreich zu Leibe gerückt, wie bei diesem. Die Kameraden der Cappeler Wehr waren fast alle zur Stelle. Die äußerst schnelle Brandbekämpfung des Brandherdes war in erster Linie dem an der Brandstelle gelegenen Feuerlöschteich zu verdanken.

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2010 - Feuerlöschteich Umgehungsstraße

 

Bei der Jahreshauptversammlung im Jahr 1958 sprach man sich für die Einführung einer Brandschutzsteuer, zwecks Erstellung des Gerätehauses, aus.

 

Das erste „Hessische Brandschutzgesetz“ trat am 19. Mai 1951 in Kraft und löste das bis dato gültige „Gesetz über das Feuerlöschwesen“ aus dem Jahr 1938 einschließlich der sieben hierzu ergangenen Durchführungsverordnungen ab.

Den Städten und Gemeinden wurde der Brandschutz als kommunale Selbstverwaltungsangelegenheit zugewiesen, sie wurden als Träger der Feuerwehr bestimmt und es wurde vorgeschrieben, dass jede Gemeinde eine Feuerwehr aufstellen muss. Dadurch wurden die Aufgaben des Brandschutzes in den gemeindlichen Hoheitsbereich integriert.

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Da die Wehr über zwei Fahrzeuge verfügte, die in der Marburger Straße und auf dem alten Schulhof getrennt untergebracht waren und die Wehr über keinen Schulungsraum verfügte, wurde der Ruf nach einem Gerätehaus immer dringender. Die Gemeindeverwaltung und der Vorstand beschlossen, ein neues Gerätehaus auf dem alten Schulhof zu erstellen.

 

Am 11. Dezember 1958 wurde das Gerätehaus erbaut und  vom 14. - 15. Mai 1960 feierlich eingeweiht. An der Fertigstellung war die Wehr mit viel Eigenleistung tatkräftig beteiligt.

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Eine Schauübung wurde absolviert, um den Besuchern die Arbeit der Feuerwehr näher zu bringen. Im Gerätehaus waren ein Schulungsraum, eine Werkstatt, ein Schlauchturm, eine Wohnung für den Gerätewart, sowie drei Fahrzeuggaragen untergebracht. Bürgermeister Konrad Hahn gab seiner großen Freude darin Ausdruck, indem er sagte: „Ich bin froh, alle Geräte unter einem Dach zu haben und wir somit eine stets einsatzbereite schlagkräftige Feuerwehr besitzen“.

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1960-1970

Chronik Feuerwehr Cappel 1960-1970

 

Am 29. August 1960 brach in den Vormittagsstunden ein Unwetter über Cappel herein, wie man es seit Jahrzehnten nicht mehr erlebt hatte. An Brandeinsätze war man ja inzwischen schon gewöhnt, aber dies war etwas vollkommen anders. Nussgroße Hagelkörner gingen in einer viertel Stunde mit anschließenden Wolkenbrüchen hernieder. Der Himmel verdunkelte sich, als wäre es Nacht. Das Wasser überschwemmte alles und machte sogar den Rest der Ernte zu Nichte. Die Firma Marburger Lederwaren hatte es besonders schwer getroffen. Die Kameraden pumpten in der Firma fünf Stunden lang die Wassermassen aus dem Haus.

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Um die Ausbildung der zwei Gruppen der Feuerwehr Cappel gewährleisen zu können, wurden bei einer außerordentlichen Versammlung am 02. Februar 1961 zwei Gruppenführer gewählt. Da aus dienstlichen Gründen oft ein Gruppenführer verhindert war, wurde zusätzlich ein Gruppenführer z. b .V. (zur besonderen Verfügung) gewählt. Die schon zwei bekannten Signale der Sirene waren inzwischen durch ein drittes Signal ergänzt worden. Es handelte sich hierbei um 3 Heultöne. Diese hatten die Bedeutung, dass es sich um einen Waldbrand handelt und Schaufeln mitzubringen waren. Alle Signaltöne der Sirene und deren Bedeutung wurden den jungen Kameraden nochmals erklärt.

 

Am 14. Februar 1961 ertönte plötzlich die Sirene. Nach nur zwei Minuten waren die Feuerwehrkameraden zur Stelle und fanden sich im Gerätehaus ein. Bürgermeister Conrad Hahn sprach sein Lob über das schnelle Erscheinen der Männer aus und bemerkte: „Ihr braucht nicht zum Einsatz, es war ein blinder Alarm“. Die Tochter des Bürgermeisters war aus Versehen auf den Auslöseknopf des Feuermelders gekommen. Damit die Kameraden nicht ganz umsonst gekommen waren und er auch nicht ganz unschuldig an dieser Situation war, nutzte er diese Gelegenheit und lud alle Kameraden zu einem Umtrunk ein.

 

Im Jahr 1961 wurde der Kaufvertrag für ein Löschgruppenfahrzeug LF V8 und einer Tragkraftspritze TS 8 Magirus von Bürgermeister Hahn unterzeichnet. Das Herstellerwerk geriet leider in Lieferschwierigkeiten, so dass das neue Löschfahrzeug mit der TS erst 1963 von Bürgermeister Conrad Hahn an die Wehr übergeben werden konnte.

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Das unser Bürgermeister Conrad Hahn, der Gemeindevorstand und die Gemeindevertretung stets bemüht waren, alles für den Brandschutz zu tun, sieht man schon daran, dass alle Mitglieder in der Feuerwehr waren. Dies dürfte wohl im gesamten Kreis Marburg einmalig gewesen sein. 

 

1961 wurde der Beschluss gefasst, eine Standarte anzuschaffen. So ging ein langgehegter Wunsch aller Kameraden in Erfüllung.

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Die Vorderseite der Standarte zeigt unsern Schutzpatron „Sankt Florian“ mit dem Wahlspruch der Feuerwehr „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“.  

Für die Rückseite war ursprünglich das Cappeler Gemeindewappen vorgesehen, welches aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht aus der Taufe gehoben war. Den Entwurf für die Rückseite der Standarte fertigte unser Kamerad Kurt Schneider an. Es ist eine Versinnbildlichung der Cappeler Geschichte aus dem 8. Jahrhundert.

Es ist mit den Symbolen für Diedendorf und dem alten Schloss dargestellt. Ein Bauer und ein Ritter als die Herren von Cappel, in der Mitte eine Kapelle, welche von beiden Dörfern erbaut wurde, die sich dann zusammenschlossen und so das Dorf Cappel gründeten. Darunter ein Mühlrad, als Wahrzeichen für Cappels ältestes Gebäude – die Steinmühle. Das ganze Bild ist mit den Worten „FREIWILLIGE FEUERWEHR CAPPEL“ und den Jahreszahlen 1926 und 1962 umrahmt.

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Um die historische Verbundenheit des Dorfes mit der Steinmühle zu würdigen, schuf die Gemeinde Cappel ein eigenes Wappen, „In Blau über Goldenen Wellen ein drehendes Mühlenrad“. Der vom Kunsthistoriker des Landeserziehungsheims Steinmühle gemachte Entwurf wurde nach Zustimmung des Staatsarchives Marburg durch Verleihungsurkunde des hessischen Innenministers 1961 genehmigt.

Seitdem ist das Wappen im Siegel der Gemeinde Cappel zu führen. Das Cappeler Wappen findet sich ebenso im heutigen Wappen der Freiwilligen Feuerwehr Marburg-Cappel wieder. 

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Am 12. Mai 1962 wurde die neue Standarte in einer großen Feier in der Sporthalle geweiht. Es waren die Cappeler Vereine und die Feuerwehr Marburg eingeladen. Anlässlich der Standartenweihe wurden die Gründungsmitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Cappel mit einer Urkunde geehrt und zu Ehrenmitgliedern ernannt.

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Am 01. Oktober 1962 wurde die Schulfeuerwehr Steinmühle an die Cappeler Wehr angegliedert und als 3. Gruppe geführt. Dank ihrer guten Ausbildung ging die Wettkampfgruppe der Schülerfeuerwehr beim Bezirksfeuerwehrtag in Marbach und Caldern unter der Führung von Niels Hoyer als Pokalsieger hervor. 

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Am 07. Juni 1963 wurde das neue Löschgruppenfahrzeug LF 8 Magirus an die Feuerwehr Cappel, von Bürgermeister Conrad Hahn, übergeben und anschließend gefeiert.

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Die 1. Gruppe der Feuerwehr Cappel wurde 1965 beim Bezirkstag in Dilschhausen unter der Führung von Peter Gerber, zum 1. Mal ebenfalls als Pokalsieger ausgezeichnet.

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Im Jahr 1965 wuchs die Gemeinde Cappel auf 4.915 Einwohner in 1.400 Wohnungen an. 


Am 01. Januar 1966 wurde die Jugendfeuerwehr der Freiwilligen Feuerwehr Cappel aufgestellt. Sie bestand aus 14 Cappeler Jungen, die ihren Dienst mit großem Interesse verfolgten und den Nachwuchs für die spätere Einsatzabteilung bildeten. Ihr Jugendfeuerwehrwart war der Kamerad Georg Kühn, der auch den Anstoß zur Gründung einer Jugendfeuerwehr gab.

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• Heinz-Peter Gerber • Rudolf Krebs
• Albert Heuser • Klaus Wißner
• Leonard Wißner • Hans-Dieter Hahn
• Erwin Schott • Werner Prause
• Werner Fus • Berni Reinhardt
• Norbert Krupitza • Heinrich Fleck

 

Schon länger hatte man über ein eigenes Ärmelwappen für die Uniform nachgedacht. Am 30. März 1966 war es dann endlich soweit. Die neuen Ärmelwappen wurden an die Kameraden ausgeteilt und jeder war sehr stolz, diese tragen zu dürfen.029

 

Cappel im Zeichen des Feuerwehrjubiläums. Nach einem Jahr Vorbereitungen und tatkräftiger Unterstützung durch alle aktiven Kameraden sowie durch einige passive Mitglieder konnte man vom 25. - 27. Juni 1966 den 18. Kreisfeuerwehrtag in Cappel überhaupt stattfinden. In diesem Rahmen feierte die Freiwillige Feuerwehr Cappel ihr 40-jähriges Jubiläum.

Zum Wettkampf trafen sich 60 Feuerwehren, die an fünf Übungsobjekten gleichzeitig ihr Können unter Beweis stellten. An dem Festzug durch Cappel beteiligten sich 80 Feuerwehren, alle Cappeler Vereine und Schulen sowie viele Spielmannszüge. Es war in allem gesehen, dies kann man ohne Überheblichkeit sagen, nach dem 2. Weltkrieg, „Das Fest, der Feste!“.

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Am 19. Oktober 1967 hörte man die Sirene heulen. Es war ein Großbrand im Landschulheim Steinmühle ausgebrochen. Wenige Wochen nach einer gründlicher Renovierung und teilweisem Umbau brannte das Klassengebäude völlig aus. Was klein mit einem Papierkorbbrand anfing, entwickelte sich zu einem Inferno. Dem Feuer fielen 12 Klassenräume zum Opfer. Zu diesem Großbrand war die Schulfeuerwehr, Feuerwehr Cappel sowie die Feuerwehr Marburg angerückt. Zum Glück wurde niemand verletzt, aber den Sachschaden schätze man auf 250.000 DM.

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Bei der Jahreshauptversammlung am 27. Januar 1968 wurde der Kamerad Peter Gerber zum Wehrführer der Feuerwehr Cappel gewählt. Nachdem Georg Kühn wichtige Aufbauarbeit bei der Jugendfeuerwehr geleistet hatte gab er das Amt als Jugendfeuerwehrwart an Norfried Wittmann ab.

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Heinz-Peter Gerber 

 

Im Kreisjugendfeuerwehrausschuss wurde am 10. März 1968 Georg Kühn zum Kreisjugendfeuerwehrwart gewählt. 

 

Die Jugendfeuerwehr fuhr vom 29.07. - 05.08.1968 zum 1. Internationalen Jugendlager und  2. Bundesjugendtreffen nach Rottweil. Dort tauschte man sich mit anderen Jugendfeuerwehren aus Deutschland, der Tschechoslowakei, Jugoslawien, Österreich, Frankreich, Italien, Luxemburg und Holland aus.

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Blauröcke auf der Schulbank. Erstmals führte der Kreisverband Marburg einen Grundlehrgang auf Kreisebene in eigener Regie durch. Er begann am 23. November 1968 und ging über vier Wochenenden. Abgehalten wurde dieser in dem Feuerwehrstützpunkt der Freiwilligen Feuerwehr Cappel. Als Ausbilder standen Kameraden der Feuerwehr Cappel zur Verfügung. Die Prüfung wurde von zwei Lehrern der Landesfeuerwehrschule in Kassel abgenommen.

 

Die aktiven Kameraden hatten nun schon seit einigen Jahren ihre Standarte. Jetzt war auch die Jugendfeuerwehr dran und erhielt am 15. August 1969 einen eigenen Wimpel, um sich in der Öffentlichkeit besser präsentieren zu können. Der Wimpel zeigte das Cappeler Wappen.

 

Mit einem Tag der offenen Tür präsentierte sich die Feuerwehr Cappel vom 11. - 12. Oktober 1969 zum ersten Mal. Auch an diesem Termin konnte die Feuerwehr wieder ein neues Fahrzeug in Empfang nehmen. Diesmal war es ein Kommandowagen von Volkswagen. Man hatte den VW-Bus (Baujahr 1961) der Blindenstudienanstalt abgekauft, umlackiert und anschließend mit Blaulicht sowie Martinshorn ausgestattet.

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In den 60er Jahren wuchs die Cappeler Einwohnerzahl stark an. In den Jahren 1963 - 1969 wuchs die Einwohnerzahl von 4.000 aus 5.638 an.

 

1970-1980

Chronik Feuerwehr Cappel 1970-1980

  

Die Kameraden Georg Kühn, Leo Wißner und Werner Kuhl wurden von Vizepräsidenten Albert Brahm der luxemburgerischen Jugendfeuerwehr am 23. Januar 1970 besucht. Anlass war die Auszeichnung II Stufe des Luxemburgischen Feuerwehrverbandes für die Arbeit in der Jugendfeuerwehr auf internationaler Ebene.

 

In der Presse war am 11. Februar 1970 zu lesen, dass man sich an einer Besprechung auf ein einheitliches Alarmsystem der Freiwilligen Feuerwehr, der an das Fernsprechernetz Marburg angeschlossenen Gemeinden, einigte. Ein Gremium mit Landrat Dr. Vilmar, Kreisbrandinspektor Heinrich Stenner und den Bürgermeistern und Ortsbrandmeistern aus Cappel, Wehrshausen, Marbach, Cölbe, Wehrda, Ginseldorf und Bauerbach kamen zu dieser Besprechung zusammen. Jede Gemeinde bekam ein Funkgerät FuG 7b und eine Sirenensteuerungsanlage. Die Alarmierung sollte in Zukunft über Funk erfolgen. 

 

Ein lang gehegter Wunsch der Cappeler Kameraden ging in Erfüllung. Am 13. November 1970 wurden in die Cappeler Feuerwehrfahrzeuge Funkgeräte (Telefunken FuG 7b) eingebaut. Diese Funkausrüstung war als ein wesentlicher Fortschritt der Verbesserung des Brandschutzes zu bezeichnen.

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Das Brandschutzgesetz aus dem Jahr 1951 wurde am 01. Januar 1971 durch das „Gesetz über den Brandschutz und die Hilfeleistung der Feuerwehren (Brandschutzhilfeleistungsgesetz)“ ersetzt. Entsprechend der zusätzlichen Aufgaben der Feuerwehren im Bereich der technischen Hilfeleistung wurden die Aufgaben der Feuerwehren in diesem Bereich jetzt auch im Gesetz geregelt.

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Mit einer Verpflichtungserklärung verpflichtete sich unser Kamerad Hans-Heinrich Weise für 10-jährigen Dienst im Katastrophenschutz bei der Freiwilligen Feuerwehr Cappel. Mit einem Schreiben des Kreisausschuss vom 05. Januar 1971 wurde mitgeteilt, dass er vom Wehrdienst freigestellt war und sich stattdessen für den Katastrophenschutz verpflichtete. Dies sollte in der Feuerwehr Cappel nicht die einzigste Freistellung bleiben.

 

In der Feuerwehr bekamen die Cappeler Männer Anfang 1971 weibliche Konkurrenz. Passive Mitgliedschaften von Feuerwehrfrauen hatte es schon überall gegeben. Schließlich sind die Feuerwehrfrauen ohnehin an der Tätigkeit ihrer Männer beteiligt - zumindest mit ihrem Verständnis für deren schweren Aufgaben. Dass aber nun die Emanzipation der Frau auch vor dem aktiven Feuerwehrdienst nicht Halt machte, dies zeigte die Cappeler Wehr. Die neue Kameradin war die Feuerwehrfrau Carola Pasquay. Von Beruf war sie Hebamme und absolvierte in Kassel eine Sanitätsausbildung. 

 

In der Strumpffabrik Ergee in Neustadt kam es am 06. März 1971 zu einem Großbrand, bei dem einen Schaden von ca. 30 Millionen DM entstand. Unsere 29 Kameraden waren natürlich mit dabei und wurden für ihren Einsatz vom Landrat und dem Hessischen Innenminister in einem Brief gelobt und mit Dank bedacht.

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Nachdem schon im Vorjahr Funkgeräte in die Feuerwehrfahrzeuge eingebaut wurden, bekam nun auch die Mannschaft am 20. April 1971 drei Handsprechfunkgeräte (Herton TR-1005), die bei der Wasserförderung über lange Wegstrecken sehr hilfreich waren.

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Eine Delegation der Feuerwehr Cappel flog über den „Großen Teich“ in das Land der „unbegrenzten Möglichkeiten“.

Der bekannte Spielmannszug „Fanfarencorps Großen-Linden“ flog am 15. September 1971 zur „Steubenparade“ nach New York und einem Besuch in Philadelphia in die USA. Durch die gute kameradschaftliche Beziehung durften die Kameraden Georg Kühn und Peter Gerber der Cappeler Feuerwehr mitfliegen. Sie waren beim Festumzug in New York als Fahnenbegleiter dabei.

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Nachdem das Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr auf dem alten Schulhof zu klein geworden war, beschloss die Gemeinde den Neubau eines Feuerwehrstützpunktes, verbunden mit dem Ausbildungszentrum  für die Hessische Jugendfeuerwehr. (Bauplatz, bisher Standort der Dreschhalle) 

An der Umgehungsstraße in Cappel entstand so eine neue Feuerwache. Die Kosten teilten sich die Gemeinde, der Landkreis und das Land Hessen. Um dem Neubau Platz zu machen, wurde die alte Dreschhalle, die sich zu dem Zeitpunkt aus dem Baugelände stand, abgerissen. Die Bagger rückten nun an. Der Spatenstich für den Neubau fand am 02. Juli 1971 statt.

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Vor Jahren hatte sich auf die Initiative, von dem damaligen Schüler Lothar Schott, in dem Landschulheim Steinmühle eine Schülerfeuerwehr gebildet.

Diese wurde von der Cappeler Feuerwehr übernommen. Nun fanden sich für die Schülerfeuerwehr leider keine Schüler mehr. So entschloss man sich, die komplette Ausrüstung, die teils die Gemeinde Cappel beschafft hatte, an die Feuerwehr Cappel im Oktober 1971 abzugeben. 

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1960 - Lothar Schott

 

Der Rohbau des Feuerwehrstützpunktes ging seiner Vollendung entgegen. Am 10. Dezember 1971 fand das Richtfest des neuen Feuerwehrstützpunktes statt. Der Zimmermann rief vom Dach den Richtspruch herab, um dann in alter Tradition sein Glas zu leeren und zu zerschmettern. Nachdem der Bau in insgesamt 91 Arbeitstagen hochgezogen wurde, folgte der Innenausbau.

Dem neuem Feuerwehrstützpunkt wurde das Hessische Jugendausbildungszentrum der Landesfeuerwehrschule in Kassel angegliedert. Dies war die erste Jugendfeuerwehrschule in der Bundesrepublik. Im Erdgeschoss wurden Aufenthaltsräume und Ausbildungsräume und im 1. Stock Schlafmöglichkeiten für die Jugendfeuerwehrmänner eingerichtet.

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Mit der ersten Stufe der Gebietsreform schlossen sich die Gemeinden Ronhausen, Bortshausen und Moischt freiwillig zur Großgemeinde Cappel zusammen. Die Feuerwehr Cappel bestand nun aus vier Ortsteilfeuerwehren. Am 20. März 1972 wurde von der Gemeindeverwaltung die neue Ortssatzung für die Feuerwehren beschlossen. In jedem Ortsteil blieb eine Feuerwehr bestehen, von der Ortsbrandmeister Peter Gerber der gemeinsame Leiter war. Die Wehrführer wählte jede einzelne Wehr für sich.

 

Am 27. April 1972 trat Claudia Becker in die Jugendfeuerwehr Cappel ein. Sie war das erste und auch nicht das letzte Mädchen welches der Jugendfeuerwehr beitrat, denn nur eine Monat später folgten ihr gleich zwei weitere Mädchen.

 

Bürgermeister Conrad Hahn übergab dem Ortsbrandmeister Peter Gerber die beiden neuen Feuerlöschfahrzeuge Löschgruppenfahrzeug LF 8 und Tanklöschfahrzeug TLF 16. 

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Nachdem nun der Innenausbau und die Außenanlagen fertig waren, wurde der Stützpunkt der Freiwilligen Feuerwehr Cappel offiziell mit einer großen Einweihungsfeier vom 14. - 15. Oktober 1972 eröffnet.

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Am 20. März 1973 heulte wie so oft mal wieder die Feuerwehrsirene, nur mit dem Unterschied, dass es diesmal bei dem Ortsbrandmeister der Ortsteilfeuerwehr in Ronhausen brannte. Das Feuer war in der Feldscheune ausgebrochen, in der unter anderem zwei wertvolle Mähdrescher standen. Die Mähdrescher konnten gerade noch in Sicherheit gebracht werden, währenddessen das eingelagerte Stroh dem Feuer zum Opfer fiel. Durch die gute Zusammenarbeit der Ortsteilfeuerwehr Ronhausen und der Feuerwehr Cappel konnte die Hälfte der Scheune noch gerettet werden.

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Am 25. August 1973 wurde der frühere Cappeler Jugendfeuerwehrwart Georg Kühn zum Bundesjugendleiter der Deutschen Jugendfeuerwehr gewählt.

 

Der Kamerad Hans-Heinrich Weise übernahm am 01. Mai 1973 das Amt als Jugendfeuerwehrwart. 

 

Da der bisherige Kommandowagen (1951) in die Jahre gekommen war, wurde am 21. Dezember 1973 der neue Kommandowagen direkt im VW Werk in Hannover abgeholt.

 

Anfang 1974 bekam die Feuerwehr Cappel neue Ausrüstung. Sie erhielt 30 neue Funkalarmempfänger (SEL E202). Somit hatten sie schon insgesamt 60 Funkalarmempfänger für eine Stille Alarmierung und konnten nun jeden Feuerwehrkameraden mit einem Funkalarmempfänger ausstatten. Diese hatten eine Dreitonfolge. Alarmiert wurden sie über die Alarmschleifen 401 - 406, somit konnten immer 10 Funkalarmempfänger gleichzeitig alarmiert werden. Dies waren die ersten Alarmschleifen in Hessen. Im Kreis Marburg-Biedenkopf war dies einzigartig. 

Des Weiteren wurden 65 neue Feuerwehrhelme mit fluoreszierender Farbe angeschafft.

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Seit 30 Jahren fand, am 25. Februar 1974 in Marburg, zum ersten Mal wieder ein Rosenmontagszug statt, an dem sich die Feuerwehr Cappel zahlreich beteiligte. Es war einer der längsten und größten Umzüge der letzten Jahre. Es hatten sich 40 geschmückte Festwagen und über 10.000 Zuschauer zum närrischen Treiben  zusammengefunden. Da die Gemeinde Cappel ja ihre Selbstständigkeit durch das Gesetz der Landesregierung aufgab, wurde die Eingemeindung als Motiv in den Festzug mit eingebracht. Daher lautete unser Motto: „Tod der Gemeinde Cappel“. Die Banner trugen die Aufschrift: „Ein Gebietsreform-Rappel, Marburg kommt zu Cappel, doch Bielefeld sagt nein und gemeindet Cappel ein!“. (Hessischer Innenminister Hanns-Heiz Bielefeld)

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Aufgrund der Gesetzesänderung vom 01. Januar 1971 war das Land Hessen bemüht die vorgeschriebenen Stützpunktfeuerwehren im Lande Hessen einzurichten. Man suchte nach einem geeigneten Standort für eine neue Stützpunktfeuerwehr für den Südkreis. Die Gemeinde Fronhausen kam unter anderem auch in betracht. Die Aufgaben bestanden darin den Brandschutz und allgemein Hilfe für die Gemeinden Cappel, Ebsdorfergrund, Weimar und Fronhausen sicher zu stellen. Diese konnte dies aber nicht leisten und so kam man auf die Gemeinde Cappel zu. Schon im Jahr 1973 erkannte man schnell, dass die Räumlichkeiten des Jugendfeuerwehrausbildungszentrums zu klein wurde. Die ersten Erfahrungen hatten gezeigt, dass die Bettenzahl bei weitem nicht mehr ausreichte. Außerdem kamen immer mehr Mädchen zum Dienst in die Freiwilligen Feuerwehren, für die bisher noch keine Unterkunftsmöglichkeiten vorhanden waren. Da die Funkausbildung zunehmen immer an Bedeutung gewann, sollte ein Teil der Funkausbildung von Kassel nach Marburg Cappel verlegt werden. So kam es, dass am 15. Juni 1974 die Grundsteinlegung für den Erweiterungsbau des ausgegliederten Hessischen Jugendfeuerwehrausbildungszentrums in Cappel begonnen werden konnte. Gleichzeitig wurden vom Land Hessen der Feuerwehr Cappel drei neue Fahrzeuge (Rüstwagen RW-1, Schlauchwagen SW 1000, Flutlichtfahrzeug FLF) übergeben.

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Durch diese Fahrzeuge wurde es langsam eng in der Fahrzeughalle, denn die Feuerwehr Cappel besaß nun einen ganzen Fuhrpark an Feuerwehrfahrzeugen.

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• 1 Tanklöschfahrzeug TLF 16
• 1 Tanklöschfahrzeug TLF 15
• 2 Löschgruppenfahrzeuge LF8
• 1 Rüstwagen RW 1
• 1 Schlauchwagen SW 1000
• 1 Flutlichtfahrzeug FLF
• 1 Kommandowagen  Kdow
• 1 Mannschaftswagen MTW
• 1 Ölschadenanhänger ÖSA
• 1 Tragkraftspritze TS 4
• 1 Tragkraftspritze TS 8
• 1 Pulverlöscheranhänger P 250

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Die zur Cappeler Feuerwehr gehörigen Ortsteilfeuerwehren hatten an Fahrzeugen: 

  • 1 Löschgruppenfahrzeug LF 8 (Ortsteilfeuerwehr Moischt)
  • 1 Tragkraftspritzenfahrzeug TSF (Ortsteilfeuerwehr Ronhausen)
  • 1 Tragkraftspritzenfahrzeug TSF (Ortsteilfeuerwehr Bortshausen) 

 

Nach der Gebietsreform am 01. Juli 1974, bei der die ehemaligen Kreise Marburg und Biedenkopf zum neuen Landkreis Marburg-Biedenkopf zusammengelegt wurden, hatte dies auch Auswirkungen auf die Gemeinde Cappel. Auch der Großstadtteil Cappel wurde eingemeindet und gehörte nun zur Stadt Marburg. Dies bedeutete auch für die Organisation des Brandschutzes in der Universitätsstadt Marburg eine Neuorientierung. Die Aufgabe und Herausforderung bestand darin, dass die 19 neue Stadteile – in den meisten dieser Orte existierten bis dato selbständige Feuerwehren – nunmehr organisatorisch und taktisch zu einer Feuerwehr zusammengeführt werden mussten. Nun hatte man zwei Stützpunktfeuerwehren (Cappel und Marburg)  in unmittelbarer Nähe und in einer großen Feuerwehr. Die Leitung über die Feuerwehr Marburg mit ihren Stadtteilfeuerwehren hatte Stadtbrandinspektor Karlheinz Merle.

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Das Richtfest für den Erweiterungsbau des Hessischen Jugendfeuerwehrausbildungszentrums in Marburg-Cappel fand am 18. Dezember 1974 statt.

 

Mit Heinz-Peter Gerber wurde am 01. März 1975 ein ehemaliger Cappeler Jugendfeuerwehrmann, in Lohra, zum 1. Kreisjugendfeuerwehrwart im neuen Kreisfeuerwehrverband Marburg-Biedenkopf gewählt und zum Kreismeister ernannt.

 

Am 13. September 1975 fand für den Erweiterungsbau des Hessischen Jugendfeuerwehrausbildungszentrums in Marburg-Cappel die Einweihung statt. Der Feuerwehrstützpunkt Marburg-Cappel hatte sich im äußeren Ansehen in seiner Größe verändert. Das im Obergeschoss befindliche Hessische Jugendfeuerwehrausbildungszentrum wurde durch einen kompletten Neubau ergänzt, der sich harmonisch in das vorhandene einfügt. Weitere Räumlichkeiten wurden dadurch für den Stützpunkt Marburg-Cappel frei.

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Die alten Kreisverbände sind tot, es lebe der nach einstimmigem Beschluss aus der Taufe gehobene Kreisfeuerwehrverband Marburg-Biedenkopf, in dem sich 191 Feuerwehren mit insgesamt 6.400 Mitgliedern vereinigten, um künftig einen weiteren aktiven und ausreichenden Brandschutz für die Kreisbevölkerung zu gewähren.

Als Vorsitzender des neuen Kreisfeuerwehrverbandes wurde am 21. September 1975 der vom Kreisausschuss hauptamtlich berufener Kreisbrandinspektor Georg Kühn aus Marburg-Cappel gewählt.

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Georg Kühn  

Am 05. Dezember 1975 konnte man in der Presse lesen, dass die Feuerwehrsirenen in Marburg-Cappel außer Betrieb genommen wurden. Die Sirenen wurden, auf Veranlassung von Stadtbrandinspektor Karlheinz Merle, abmontiert. Dies geschah aber nicht, wie man meinen könnte, in Absprache mit dem Ortsvorsteher von Marburg-Cappel und schon gar nicht mit der Cappeller Feuerwehr. Noch verwunderlicher war, dass die Sirenen schon Tage vorher am 18. November demontiert wurden und die gesamte Bevölkerung dies erst später durch die Presse erfahren musste.

 

Durch die Eingemeindung von 18 Gemeinden zur Stadt Marburg und aufgrund der neuen Ortssatzung wurden innerhalb der Stadt Marburg drei Feuerwehrbereitschaften gebildet. Peter Gerber wurde am 15. Januar 1976 zum Bereitschaftsführer III gewählt. Die Bereitschaft III bestand aus den Marburger Feuerwehren Cappel, Ronhausen, Bortshausen und Moischt, genau die Ortsteile der ehemaligen Gemeinde Cappel.

 

Zum neuen Jugendfeuerwehrwart wurde am 30. Januar 1976 der Kamerad Walter Pawlak gewählt.

 

Als einer der längsten bestehenden Jugendfeuerwehren im Bundesgebiet konnte die Jugendfeuerwehr am 13. Juli 1976 ihr 10-jähriges Jubiläum feiern.

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Gleich drei Feste hatten sich in Marburg-Cappel vom 25. - 28. Juni 1976 abgespielt. Zugleich mit dem 1. Kreisfeuerwehrtag, nachdem sich die Kreise Marburg und Biedenkopf zusammengeschlossen hatten, beging die Cappeller Wehr in großem Rahmen ihr 50-jähriges Jubiläum, während die Jugendfeuerwehr Marburg-Cappel auf eine 10-jährige Tätigkeit zurückblicken konnte. Nachdem die ganzen Vorbereitungen abgeschlossen waren, konnte man mit dem großem Feiern beginnen. Es hatten sich 107 Feuerwehren mit 1.675 Kameraden aus dem Landkreis, die meisten Brandmeister der 185 Gemeinden, 40 Kameraden unserer Partnerfeuerwehr aus Schonach und viele Ehrengäste angemeldet. Auf dem Hartsportplatz hatte man ein 3.000 Mann Zelt mit anschließendem Vergnügungspark aufgestellt.

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In der Delegiertenversammlung der Hessischen Jugendfeuerwehr am 26. Juni 1976 im Cappeler Bürgerhaus wurde Johann Kroboth zum neuen Landesjugendfeuerwehrwart gewählt. Damit war die die gesamte deutsche Feuerwehrjugend in Cappeler Hand.067

Kreis Marburg-Biedenkopf      Heinz-Peter Gerber      Kreisjugendfeuerwehrwart
Land Hessen Johann Kroboth Landesjugendfeuerwehrwart
Bundesrepublik Georg Kühn Bundesjugendleiter

 

Am 14. Dezember 1976 fand die 1. Jahreshauptversammlung der Marburger Feuerwehren im Bürgerhaus in Marburg-Cappel statt. Die Freiwillige Feuerwehr Marburg hatte nun nach der Eingemeindung 15 Stadtteilfeuerwehren.

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Am 26. Oktober 1977 hatte Bereitschaftführer Peter Gerber und sein Stellvertreter Herbert Becker eine Alarmübung für die Bereitschaft III ausgearbeitet, von der aber sonst niemand etwas wusste. Alarmiert wurde zu einem Feuer in der Feldbergstraße. Dort brannte ein PKW. Die Cappeler Wehr war mit ihrem Tanklöschfahrzeug (TLF) natürlich recht schnell an der Einsatzstelle. Die Ortsteilfeuerwehren Ronhausen und Bortshausen kamen jeweils mit ihrem Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF). Die Ortsteilfeuerwehr Moischt staunte nicht schlecht, als sie alarmiert wurde, aber ihr Feuerwehrauto nicht da war. Die Jugendfeuerwehr hatte sich dies ausgeliehen, um damit zum Schwimmen zu fahren. Da Feuerwehrleute ja im Allgemeinen Improvisationskünstler sind, entschloss man sich kurzer Hand, anstatt mit dem Löschgruppenfahrzeug (LF 8), mit einem Traktor und dem Tragkraftspritzenanhänger (TSA) zum Einsatz zu fahren. Wasser bekam man von einem Hydrant. Gleichzeitig baute man eine Wasserförderung über eine lange Wegstrecke auf und entnahm das Wasser aus dem Feuerlöschteich an der Umgehungsstraße. 

 

 

Eine wesentliche Beschleunigung erfuhr die Alarmierung der Feuerwehren, nachdem am 28. November 1977 mit dem Bau eines 40 m hohen Funkmastes auf der Wehrshäuser Höhe begonnen wurde.

Über diese Relaifunkstelle (Kanal 466) sollten der gesamte Sprechfunkverkehr sowie die Alarmierung der Feuerwehren im Brand- und Katastrophenfall laufen. Dadurch konnten alle Feuerwehren im Landkreis von der Leitstelle Marburg alarmiert werden und hatten eine unmittelbare Verbindung mit dem im Einsatz befindlichen Rettungsfahrzeugen.

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Der Landkreis Marburg-Biedenkopf nahm, was die Ausrüstung seiner Feuerwehren mit modernsten Geräten anbelangt, in Hessen immer eine Spitzenstellung ein. Dies war am 26. April 1978 wieder der Fall. Da die Einsätze der technischen Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen sich häuften, wurden nun auch die Stützpunktfeuerwehren Marburg-Cappel und Biedenkopf mit einem hydraulischen Rettungsgerät ausgestattet. Nun waren alle Stützpunktfeuerwehren (Marburg, Cappel, Kirchhain & Biedenkopf) im Landkreis mit diesen Gerätschaften ausgestattet, was in Hessen einmalig war. Auch heute noch werden die hydraulisch betätigten Rettungsgeräte „Spreizer und Rettungsschere“ noch in Erster Linie bei Verkehrsunfällen zur Rettung eingeschlossener oder eingeklemmter Unfallopfer, die sich nicht mehr selber aus ihrer Zwangslage befreien können, eingesetzt. Diese Geräte dienen z. B. zum Öffnen von deformierten Fahrzeugtüren oder zum Durchtrennen von Karosserieteilen wie Dachholme.

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Feuerwehr und DRK feierten am 03. Mai 1979 das Richtfest ihrer gemeinsamen Alarmzentrale. Hand in Hand, was die Alarmierung ihrer Einsatzfahrzeuge angeht, sollten die beiden großen Hilfsorganisationen der Stadt und des Landkreises Marburg-Biedenkopf, die Freiwillige Feuerwehr und das DRK, zusammen arbeiten. In einem Erweiterungsbau der Hauptfeuerwache in Marburg wurde die Leitstelle für den Kreis Marburg-Biedenkopf untergebracht.  Zwar haben die Freiwillige Feuerwehr und das DRK grundsätzlich verschiedene Aufgaben zu erfüllen, doch müssen sie in vielen Notfällen zusammenarbeiten. Diese Zusammenarbeit war in der Vergangenheit vereinzelt behindert worden, weil eine der beiden Einrichtungen von einem Notfall nicht benachrichtigt wurde, obwohl der Einsatz erforderlich gewesen wäre.

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1980-1990

Chronik Feuerwehr Cappel 1980-1990

 

Bei der Jahreshauptversammlung am 28. Januar 1981 wurden zwei neue Mitglieder der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilung übernommen.

Diese Übernahme war in zweifacher Hinsicht ein Jubiläum. Es wurde nicht nur das 50. Mitglied aus der Jugendfeuerwehr übernommen, sondern zum ersten Mal ein weibliches Mitglied aus dem eigenen Nachwuchs in die Einsatzabteilung integriert. Wehrführer Peter Gerber verpflichtete mit Urkunde und Handschlag Birgit Weise auf die Satzung der Feuerwehr Marburg. 

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Birgit Weise

 

Am 01. Juli 1981 übernahm der Kamerad Reiner Priemer das Amt als Jugendfeuerwehrwart. 
 

In der Cappeler Turnhalle des TSV auf dem August-Bebelplatz fand am 28. Februar 1981 eine öffentliche Faschingsfeier statt. Unter den etwa 380 Gästen befanden sich auch einige Kameraden der Feuerwehr Marburg-Cappel. Im Geräteraum der Turnhalle stand eine Papptonne, die auf einmal in Brand geriet und einen Vorhang in Brand setzte. Unser Kamerad Willi Grebe zögerte nicht lange, riss den brennenden Vorhang herunter und versuchte ihn zu löschen. Doch das Feuer breitet sich in Windeseile aus. Alle Besucher dieser Veranstaltung verließen umgehend über die Fluchtwege und die Fenster die Turnhalle. Dabei wurden sieben Besucher verletzt, wobei zwei Besucher bei einem Sprung aus dem 3 m hohen Fenster komplizierte Brüche erlitten. Während der Kamerad Willi Grebe beim Brandherd blieb, eilten die anderen Kameraden zum Feuerwehrstützpunkt. Trotz des schnellen Eingreifens der Feuerwehr konnte nicht verhindert werden, dass die Turnhalle im Innenraum komplett abbrannte und einen Sachschaden von ca. 500.000,- DM verursachte.

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Eine neue Funkwerkstatt hatte Landrat Dr. Christian Wagner am 23. November 1981 im Feuerwehrstützpunkt Marburg-Cappel offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Da die Stadt Marburg mit ihrem Messplatz voll ausgelastet war und keine weiteren Aufträge zur Wartung und Instandsetzung von Funkanlagen übernehmen konnte, hatte der Landkreis Marburg-Biedenkopf entschlossen, eine zweite Werkstatt mit den entsprechenden Gerätschaften im Cappeler Stützpunkt auszustatten. Die zwei Cappeler Kameraden Erwin Schott und Peter Bartelmeß wurden ausgebildet und übernahmen die Wartungsarbeiten. 

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Im Mai 1982 entwarf der Kamerad Manfred Ritter ein Logo, welches später einen Ehrenbierkrug verzieren sollte. Diese Logo ist heute in leicht abgewandelter Form das Wappen der Feuerwehr Marburg-Cappel.

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Bei den Grundlehrgängen, die seit 1968 bei der Feuerwehr Cappel stattfanden, wurden die Kameraden zu Truppmännern ausgebildet. Ein neuer Lehrgang sollte nun auch im Feuerwehrstützpunkt Marburg-Cappel angeboten werden. So kam es, dass der 1. Truppführerlehrgang des Landkreises Marburg-Biedenkopf im August 1982 statt.

 

Kamerad Alexander Debelius wurde am 22. Januar 1982 zum neuen Jugendfeuerwehrwart gewählt. 

 

Die Stadt Marburg beantragte im März 1982 beim Hessischen Straßenbauamt den Bau eines neuen Anschlusses an die B3 in Höhe der Cappler Feuerwehr. Sie waren der Meinung, die Cappeler brauchen neben der Südspange (Kreuzung Beltershäuser Straße / Cappeler Straße zur B3) noch eine Anschlussstelle direkt an die „Autobahn“. Die Cappeler Ortsbeiräte lehnten dies jedoch ab. Die Anschlussstelle kam zu einem späteren Zeitpunkt, aber zum Glück nicht direkt neben den dem Feuerwehrstützpunkt.

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Quelle: Google Maps

 

Im Jahr 1983 bekam die Feuerwehr Marburg-Cappel mal wieder ein neues Fahrzeug. Dieses Mal war es eine gebrauchte Drehleiter DL 18. Somit war es nun möglich, bei Gebäuden eine Höhe bis 23 m zu erreichen, wo die tragbaren Leitern nicht mehr hinreichten.

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Es kam wie es kommen musste. Schwere Stürme und Überschwemmungen lösten in Hessen Katastrophenalarm aus. Vor allem die Gemeinden Wetter, Roth, Argenstein und das Hinterland waren betroffen und regelrecht abgesoffen. Wasser wo man hinschaute nur Wasser. Die Nacht, in der die Katastrophe kam! Die Bewohner im Landkreis Marburg-Biedenkopf werden sich noch lange daran erinnern.

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Zum ersten Mal seit Bestehen des Landkreises Marburg-Biedenkopf löste Landrat Dr. Christian Wagner am  07. Februar 1984 für das gesamte Kreisgebiet Katastrophenalarm aus. Mehrere tausend Hilfskräfte von Feuerwehr, der Bundeswehr, dem THW, der DLRG, dem DRK und der Polizei waren den ganzen Tag damit beschäftigt Sandsäcke aufzufüllen, gefährdete Stellen in den Gemeinden abzusichern und bereits vollgelaufene Keller leer zu pumpen. Die Wassermassen traten teilweise schon über die Dammkrone. Man registrierte an der Lahn einen Hochwasserpegelstand von 5,20 m. Die Kameraden der Feuerwehr Marburg-Cappel fuhren in dieser Zeit 17 Einsätze und absolvierten 981 Einsatzstunden. 

 

Am 04. Juli 1984 wurde ein neues Löschgruppenfahrzeug LF 16/12 in der Feuerwehr Marburg-Cappel in Dienst gestellt. „Da die jetzige Ausrüstung dem neusten Stand der Technik entspreche, könne man nun die Brandschutzsicherung in Cappel als optimal bezeichnen.“ meinte der Brandschutzdezernent Dr. Dahlmanns bei der Übergabe des Fahrzeugs.

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Das Amt als Jugendfeuerwehrwart übernahm am 07. März 1985 der Kamerad Klaus Becker.

 

Im März 1986 fand der 1. Sprechfunklehrgang in den Räumlichkeiten der Feuerwehr Marburg-Cappel statt.

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Ein lang gehegter Wunsch ging in Erfüllung. Der bisherige Einsatzleitwagen aus dem Jahr 1969 wurde endlich ersetzt. Der neue Einsatzleitwagen ging am 15. Oktober 1987 in Dienst.

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Bereits im Jahr 1986 wurde ein Raum im Keller für die Jugendfeuerwehr hergerichtet.  Dieser wurde unter Mitarbeit der Jugendfeuerwehr der Raum in Eigenarbeit erstellt. Der neue Jugendfeuerwehrraum wurde mit Holz getäfelt, ein Fachwerk dargestellt, Schränke eingebaut und mit Tischen und Stühlen bestückt. Am 10. November 1987 wurde der neue Jugendfeuerwehrraum eingeweiht. Anlässlich dieser Feierstunde übergab der Wehrführer Peter Gerber den Kameraden der Jugendfeuerwehr für ihre Einrichtung eine Musikanlage, worüber sie sich sehr freuten. 

 

Das 60-jährige Jubiläum der Feuerwehr Marburg-Cappel und das 20-jährige Bestehen der Jugendfeuerwehr wurden vom 14. - 15. Juni 1986 gefeiert. Dazu wurde ein Festzelt an die Fahrzeughalle angebaut, um mit vielen Gästen feiern zu können.

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Oberbürgermeister Dr. Hanno Drechsler zeichnete unseren Wehrführer Peter Gerber am 11. Dezember 1987 mit dem „Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland“ aus.

Diese Auszeichnung wurde zum ersten Mal an einen Cappeler Feuerwehrkameraden verliehen. Peter Gerber wurde in erster Linie für seine Tätigkeit beim Wiederaufbau des Brandschutzes ausgezeichnet.

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Das Eintrittsalter der Jugendfeuerwehr wurde ab 1988 von 12 auf 10 Jahren herabgesetzt.

 

In den 80er Jahren wechselte zum vierten Mal das Amt als Jugendfeuerwehrwart. Dieses Amt übernahm am 22. Januar 1988 nun der Kamerad Karl-Heinz Brand.

  

Die Gemeinschaft der Cappeler Bürger gestalteten die 850 Jahrfeier der Gemeinde Cappel in der Zeit vom 31. Mai - 04. Juni 1989. Zu einem der Höhepunkte der 850-Jahrfeier wurde der große Festzug am 04. Juni 1989.

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Dieser hatte eine Länge von etwa zwei Kilometern. Rund 5.000 Zuschauer säumten die Straßen, um den mit 80 Wagen und Gruppen sowie neun Musikkapellen und Spielmannszügen, bisher größten Festzug in Cappel beizuwohnen. Die Feuerwehr Marburg-Cappel beteiligte sich an diesem Festzug mit ihrer Gespann-, Handdruck- und Saugspritze aus dem Jahr 1880, die Kameraden der Einsatzabteilung in alter Uniform sowie der Jugendfeuerwehr.

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Im Jahr 1989 hatte Cappel bereits 6.560 Einwohner. Durch die wachsende Einwohnerzahlen vergrößerte sich natürlich auch das Einsatzgebiet der Feuerwehr Marburg-Cappel.

 

1990-2000

Chronik Feuerwehr Cappel 1990-2000

 

Am 19. Januar 1990 kam es in der Feuerwehr Marburg-Cappel zu einem Führungswechsel.

Für den Kameraden Peter Gerber, der wegen Erreichens der Altersgrenze aus seinem Amt als Wehrführer ausschied, wählten die Mitglieder der Einsatzabteilung ihren Kameraden Werner Fischer zum neuen Wehrführer und damit auch gleichzeitig auch zum Vereinsvorsitzenden des Feuerwehrvereins.  

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Werner Fischer

 

Bei der Jahreshauptversammlung 1990 konnte bereits das 75. Jugendfeuerwehrmitglied in die Einsatzabteilung übernommen werden.

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Die Cappeler Jugendfeuerwehr feierte vom 16. - 17. August 1991 ihr 25-jähriges Jubiläum.

 

Einer für alles, Sanitäter und Feuerwehrmann, Dieter Weber wurde Chef der Rettungsleitstelle. Ab dem 01. August 1992 übernahm der Kamerad Dieter Weber die Leitung der Leitstelle und hatte somit die Fäden bei allen Rettungs-, Brand- und Katastropheneinsätzen im Landkreises Marburg-Biedenkopf in der Hand. Er war viele Jahre Rettungsdienstleiter beim DRK und Kamerad in der Feuerwehr Marburg-Cappel. Somit war er für diesen Posten sehr qualifiziert.

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Dieter Weber

 

Ein Großbrand verwüstete drei Scheunen in Ilschhausen. Am 03. Januar 1993 wurde die Feuerwehr Marburg-Cappel zu einem Großbrand nach Ilschhausen alarmiert. Von weitem sah man schon einen hellen orangefarbigen Himmel, der durch das große Feuer mit meterhohen Flammen erzeugt wurde. Das Feuer war in einer Fachwerkscheune ausgebrochen und griff in Windeseile auf zwei benachbarte Fachwerkscheunen über. Die Anwohner und die Tiere aus den Stallungen konnten rechtzeitig gerettet werden. Dem Brand vielen jedoch zahlreiche Landmaschinen, Werkzeuge und Futtervorräte zum Opfer. 80 Feuerwehrkameraden waren im Einsatz und konnten zum Glück das Übergreifen auf die Wohnhäuser verhindern. Der Sachschaden wurde vorsichtig auf etwa eine Million DM geschätzt. Nicht, dass man mit dem Feuer genug Arbeit hatte, nein die eiskalten Temperaturen machten einem enorm zu schaffen. Das Löschwasser gefror in kürzester Zeit und verwandelte die Straßen in eine reinste Eisfläche. Durch die Kälte war man sehr schnell durchgefroren. Die Nachbarn baten ihre Heizungsräume zum Aufwärmen an und versorgten uns mit Verpflegung.

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An der Jahreshauptversammlung am 22. Januar 1993 wurde der Kamerad Detlef Strauß zum neuen Jugendfeuerwehrwart gewählt. 

 

Im Jahr 1993 wurde der Cappeler Feuerwehr ein neuer Mannschaftstransportwagen (MTW) übergeben.

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Am 01. Juli 1993 wurde Dietrich Möller zum neuen Oberbürgermeister und Brandschutzdezernenten der Stadt Marburg gewählt. 

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 Dietrich Möller

 

Nachdem im Feuerwehstützpunkt Marburg-Cappel die Feuerwehrkameraden die Lehrgänge Grundlehrgang, Sprechfunklehrgang und Truppführerlehrgang absolvieren konnten, kam nun ein Seminar hinzu. Das erste Seminar für Motorsägenführer in Marburg wurde im November 1993 abgehalten. Mit Unterstützung vom Forstamt Marburg-Cappel, des Marburger Bauhofs und des Städtischen Garten- und Friedhofsamtes konnten die Feuerwehrkameraden aus Marburg-Cappel und Marburg-Moischt den Motorsägen-Führerschein absolvieren. Als Ausbilder für dieses Seminar stand unser Kameraden Detlef Strauß zur Verfügung.

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Am 18. Juli 1994 kam es zu einem Großbrand in der Deutschen Fernsprecher Gesellschaft (DFG) in der Frauenbergstraße. Das Feuer brach nachts um 3 Uhr im Hochregallager aus. Sechs Gebäude auf dem Gelände der DFG waren von dem Feuer betroffen. Drei wurden von dem Feuer vollkommen, die anderen drei teilweise zerstört. Es kam zu einem Sachschaden von geschätzten 20 Millionen DM. Mehr als 24 Stunden dauerte der Einsatz von rund 130 Feuerwehrleuten. Beim Großbrand waren die Marburger Feuerwehren Feuerwehr Marburg Mitte, Ockershausen, Cappel, Marbach und Michelbach beteiligt, die sich bei der Brandbekämpfung abwechselten. Die Berufsfeuerwehr Frankfurt rückte mit einem Messfahrzeug an um die schwarze Rauchwolke, die bis Gießen wahrnehmbar war, zu analysieren. Die Anwohner wurden durch Lautsprecherwarnungen und Rundfunkmeldungen gebeten, die Türen und Fester in diesem Bereich geschlossen zu halten. Das Messergebnis ergab einen Messwert unterhalb der Grenzwerte. Eine Feuerwehrfrau wurde mit einer schweren Rauchvergiftung im Klinikum behandelt, acht weitere Einsatzkräfte erlitten leichte Rauchvergiftungen.

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Nachdem die Kameraden seit der Nacht mit der Brandbekämpfung beschäftigt waren wurden sie gegen Mittag abgelöst, denn man hatte noch einen äußerst wichtigen aber traurigen Termin wahrzunehmen. Es stand die Beerdigung von unserem Kameraden Wilfried Kördel an, dem wir das letzte Geleit gaben. Wilfried war seit 1982 Angehöriger der unserer Feuerwehr, Gruppenführer der 2. Gruppe und Kreisausbilder Sprechfunk.

Er verstarb plötzlich und unerwartet mit 39 Jahren. Abends fanden sich einige Kameraden zusammen, um eine Brandwache bei der DFG bis Morgens sicherzustellen. 

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Wilfried Kördel

 

Am 01. April 1995 ging der Betrieb der Zentralen Leitstelle vom Landkreis auf die Stadt Marburg über, die Fachaufsicht blieb beim Landkreis und die Bereitstellung des Personals oblagt der Stadt Marburg. Die Zentrale Leitstelle wurde mit einem Einsatzleitsystem ausgestattet, um die Zusammenarbeit der zentralen Leitstelle mit den Einsatzstellen zu sichern. Den Feuerwehren wurde das Funkmeldesystem (FMS) vorgestellt, welches von vielen Feuerwehren auch beschafft wurde. 

 

Am 28. April 1995 kam es in einem Squash-Center in Marburg zu einem Großbrand. Im 1. Obergeschoss wurden vier Kameraden, die sich bei der Innenbrandbekämpfung befanden, von einer Durchzündung dem sogenannten Flashover überrascht. Zwei Kameraden erlitten schwerste Brandverletzungen 2. und 3. Grades, von bis 63 % der Hautoberfläche und mussten in Spezialkliniken für Brandverletzungen gebracht werden. Sie kämpften lange ums Überleben und haben es „Gott sei gedankt!“ geschafft.

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Bei der Jahreshauptversammlung am 19. Januar 1996 konnten wir die dritte Feuerwehrfrau in der Geschichte der Cappeler Feuerwehr in unsere Reihen aufnehmen. Dies war ein bedeutender Tag, denn seit diesem Zeitpunkt finden immer mehr Feuerwehrkameradinnen den Weg zu uns. Unsere neue Kameradin war Friederike Rösch. Sie kam aus Freiburg um in Marburg Jura zu studieren.

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Friederike Rösch

 

Als erste Feuerwehr in Hessen erhielten die Marburger Feuerwehren im März 1996 die neuen Schutzanzüge „Modell Hessen“. Mit einem Gesamtbetrag von ca. 370.000,- DM wurde die Beschaffung der Schutzanzüge für alle Marburger Feuerwehrkameraden durch die Stadt Marburg finanziert.

Anlass hierfür war der Brand am 28. April 1995 beim Squash-Center.

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Am 11. September 1996 wurde das neue Tanklöschfahrzeug TLF 16/25 bei der Firma Schlingmann in Dissen abgeholt. In den darauf folgenden Tagen wurde das Fahrzeug mit feuerwehrtechnischem Gerät beladen.

Zum 70-jährigen Jubiläum der Feuerwehr Marburg-Cappel und 30-jährigen Bestehen der Jugendfeuerwehr Marburg-Cappel wurde das Tanklöschfahrzeug TLF 16/25 am 21. September 1996 feierlich übergeben und offiziell in Dienst gestellt. 

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Ein schwerer LKW Verkehrsunfall ereignete sich gegen 23 Uhr am 12. August 1997 auf der B3 an der Kreuzung am Kieswerk. Ein LKW stand wartend an der roten Ampel während ein folgender LKW trotz Vollbremsung auffuhr. Der laute Knall war bis nach Niederweimar zu hören und schreckte dort die Anwohner aus ihrem Schlaf auf. Das Fahrerhaus wurde stark deformiert und der Fahrer eingeklemmt sowie lebensgefährlich verletzt. Beide LKW kamen durch den schweren Aufprall von der Straße ab und rutschten auf das angrenzende Feld. Die Kameraden der Feuerwehren Marburg-Cappel, Niederweimar und Argenstein benötigten über eine Stunde um den 42-jährigen verletzten LKW Fahrer aus seiner Zwangslage zu befreien. Die Straße konnte nach umfangreichen Bergungsarbeiten morgens um 4 Uhr wieder frei gegeben werden.

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Nach einer gemeinsamen Übung, des 3. Zuges der Feuerwehren Marburg-Cappel, Marburg-Ronhausen, Marburg-Bortshausen und Marburg-Moischt, wurde das neue Löschgruppenfahrzeug LF 8/6 am 25. April 1998 an die Feuerwehr Marburg-Cappel übergeben.

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Da die Cappeler Feuerwehr dafür bekannt ist, Feste zu feiern und auszurichten, beschloss man am 26. September 1998 das 1. Cappeler Oktoberfest in der Fahrzeughalle der Feuerwehr Marburg-Cappel auszurichten. Dazu wurde die Fahrzeughalle typisch bayrisch geschmückt. Für das leibliche Wohl wurden bayrische Spezialitäten sowie Oktoberfestbier ausgegeben. Dies wurde ein Riesen Erfolg und findet seit dem jedes Jahr am letzten Samstag im September statt. 

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Bei der Jahreshauptversammlung am 15. Januar 1999 sicherte der Brandschutzdezernent und Oberbürgermeister Dr. Dietrich Möller den, schon im Jahr 1995 beantragten, Rüstwagen RW-1 zu.

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Die Amtszeit von Stadtbrandinspektor Karlheinz Merle lief aus Altersgründen aus. In bewährter Weise sollten die Aufgaben des Stadtbrandinspektors als Leiter der Marburger Feuerwehren und die Leitung des städtischen Brandschutzamtes wieder in einer Person gebündelt werden. Dabei war das Anforderungsprofil recht anspruchsvoll, ging man davon aus, dass sie bis heute eine der größten Freiwilligen Feuerwehren Hessens ist.

An der gemeinsamen Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehren Marburg kam es am 25. März 1999 zur Wahl des neuen Stadtbrandinspektors. Der amtierende Stadtbrandinspektors Karlheinz Merle übergab sein Amt zum 01. April 2000 dem mit absoluter Mehrheit gewählten Kameraden, Werner Fischer. Dieser war zehn Jahre lang Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Marburg-Cappel.

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Am 01. Juli 1999 trat das „Hessische Gesetz über den Brandschutz, die Allgemeine Hilfe und den Katastrophenschutz (HBKG)“ in Kraft, dass neben vielen geänderten Regelungen für den Bereich Brandschutz und Allgemeine Hilfe nun auch das bis dahin eigenständige Hessische Katastrophenschutzgesetz integrierte. Im HBKG ist unter anderem geregelt, welche Aufgaben das Land Hessen, die jeweiligen Landkreise und die Städte und Gemeinden zu erfüllen haben, damit die Aufgaben im Brand- und Katastrophenschutz auch erfolgreich bewältigt werden können. Das Gesetz regelt aber auch die Aufgaben der Feuerwehren, die Rechte und Pflichten der Feuerwehrangehörigen und auch die Pflichten der Bevölkerung. Letzteres ist wohl am wenigsten bekannt.

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Der große Jahreswechsel steht an und das Millennium 2000 steht vor der Tür. In der Millenniums-Laune mischte sich aber auch die Sorge vor dem Computerproblem 2000 und eventuellen Strom- und Geräteausfällen. Feuerwehren und Rettungsdienste waren jedoch zur Silvesternacht gerüstet. Sämtliche Feuerwehrstützpunkte im Landkreis wurden mit Meldestellen besetzt.

Zum Jahreswechsel stellte die Feuerwehr Marburg-Cappel die Einsatzbereitschaft im Rahmen einer Silvesterfeier im Feuerwehrstützpunkt mit über 25 Kameraden der Einsatzabteilung sicher. Die Kameraden feierten mit ihren Familienangehörigen, Freunden und Vereinsmitgliedern von 20 Uhr am 31. Dezember 1999 bis morgens um 06 Uhr am 01. Januar 2000 im dekorierten Schulungsraum. Es blieb eine ruhige Nacht ohne Einsätze für die Feuerwehr Marburg-Cappel.

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2000-2010

Chronik Feuerwehr Cappel 2000-2010

 

Wehrführer Werner Fischer stand Aufgrund seiner Wahl zum Stadtbrandinspektor nicht mehr zur Verfügung. Somit wählte die Feuerwehr Cappel am 14. Januar 2000 den Kameraden Peter Bartelmeß zum neuen Wehrführer und Vereinsvorsitzender der Freiwilligen Feuerwehr Cappel.

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Peter Bartelmeß

 

Auch bei der Jugendfeuerwehr gab es einen Führungswechsel. Unsere Kameradin Frederike Rösch wurde zur neuen Jugendfeuerwehrwartin gewählt.

 

Im Jahr 2003 wurde ein neuer Einsatzleitwagen (ELW) angeschafft. Zu einem späteren Zeitpunkt sollte dieser im Innenraum noch umgebaut werden. 

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Das 1. Cappeler Dorffest fand am 07. September 2003 unter dem Motto „Cappel Leben – Cappel erleben“ statt. Auch die Feuerwehr Cappel präsentierte sich an ihren Infostand mit einer Fahrzeugausstellung. In einer Einsatzübung mit der alten der alten Gespann-, Handdruck- und Saugspritze sowie alter Uniform wurde demonstriert wie man damals ein Brand bekämpfte. Um einen Vergleich zu haben wurde auch eine Brandangriffsübung nach aktuellem Stand absolviert. 

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Am 14. Januar 2005 wurde Mirco Niebuhr bei der Jahreshauptversammlung zum neuen Jugendfeuerwehrwart gewählt.

 

Das Löschgruppenfahrzeug LF 8 der Feuerwehr Moischt war in die Jahre gekommen und stand zur Ersatzbeschaffung an. Die Feuerwehr Cappel hatte erst im Jahr 1998 ein neues LF 8 bekommen. Aufgrund des sinkenden Einsatzaufkommens kam dies jedoch nicht mehr so häufig zum Einsatz. Die Feuerwehr Cappel wurde zur Wahl gestellt das LF 8 zu behalten oder es an die Feuerwehr Moischt abzugeben und dafür ein Wechselladerfahrzeug mit dem Abrollbehältern Hochwasserschutz zu bekommen.

Die Kameraden wägten alle Seiten ab und entschieden sich das Fahrzeug abzugeben. Im März 2005 bekam die Feuerwehr Cappel in neues Fahrzeug und damit auch ein neues Aufgabengebiet. Man war nun auch für den Hochwasserschutz in ganz Marburg zuständig.

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Am 01. Juli 2005 wurde Herr Egon Vaupel zum neuen Oberbürgermeister und Brandschutzdezernenten gewählt.

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 Egon Vaupel

 

Am 30.11.2005 gründete der Cappeler Kamerad Tobias Büttner die erste Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit, was bis dahin in der Feuerwehr Marburg einzigartig war. Man befasste sich mit dem Thema Mitgliedergewinnung in den unterschiedlichsten Bereichen.

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Tobias Büttner

Um das bisherige Motto „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“ der Zeit ein wenig anzupassen, machte sich die Arbeitsgruppe Gedanken. Seit dem hat die Freiwillige Feuerwehr Cappel nun ein weiteres neues Motto „Helfen Hand in Hand“.

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Eine neue Drehleiter DLAK 23/12 wurde den Kameraden der Cappeler Feuerwehr am 22. März 2006 übergeben. 

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Am 07. April 2005 verstarb, nach längerer Krankheit, unser Kamerad Heinz-Peter Gerber.

Er war Gründungsmitglied der Jugendfeuerwehr und hatte in seiner Feuerwehrlaufbahn viele Ämter inne. So war er z. B. Bereitschaftsführer, Kreisjugendfeuerwehrwart, und 22 Jahre Wehrführer der Feuerwehr Cappel. Tag und Nacht zeigte er stets Einsatzbereitschaft und stellte für „seine“ Feuerwehr Cappel sein Privatleben oft in den Hintergrund. Als Anerkennung für sein Engagement für die Feuerwehr erhielt er sogar das „Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der BRD“.

Wie es in der Feuerwehr Cappel üblich ist begleiteten wir unseren Kameraden am 12. April 2005 ein letztes Mal und nahmen in stiller Trauer und tiefer Verbundenheit Abschied.

Gerber Peter

Peter Gerber

 

Am 24. Juni 2006 war es mal wieder soweit, die Feuerwehr Cappel hatte gleich mehrere Gründe zu feiern. So wurde der Tag der Marburger Feuerwehren, das 80-jährige Jubiläum der Feuerwehr Cappel, 40-jährige Bestehen der Jugendfeuerwehr in Verbindung mit einem Tag der offenen Tür gefeiert.

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Schon länger hegten die Kameraden den Wusch nach einem Raum, in dem man sich auch außerhalb der Ausbildungsdienste gesellig treffen konnte. So beschlossen einige Kameraden einen Raum, der bisher als Abstellraum genutzt wurde, umzubauen. Dieser wurde entrümpelt, in Eigenleistung umgebaut. In dem Außenbereich baute man ein Carport und einen Grillplatz. Dem neuem Gemeinschaftsraum wurde der Namen „Florianstube“ gegeben und am 14. Juli 2006 in einer Einweihungsparty gebührend gefeiert. 

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An der Jahreshauptversammlung am 19. Januar 2007 konnte die Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit stolz die ersten Ergebnisse ihrer Arbeit präsentieren. Dies geschah auf eine besondere Art und Weise. In der Regel war es bisher der Fall, dass an einer Jahreshauptversammlung immer nur Reden geschwungen wurden, was manchmal doch etwas anstrengend sein konnte. Der Sprecher der Arbeitsgruppe Tobias Büttner machte sich Gedanken und kam zu dem Entschluss „Dies mach ich anders!!!“.

Die Arbeit des letzten Jahres wurde in einem selbsterstellten Film präsentiert. Es wurde eine Homepage für die Freiwillige Feuerwehr Cappel erstellt. Unter der Adresse www.Feuerwehr-MR-Cappel.de konnte man sich nun rund um die Feuerwehr Cappel informieren. Der Brandschutzdezernent und Oberbürgermeister Egon Vaupel kam aus dem Staunen gar nicht mehr heraus und meinte „Geil, der Film ist ja kinoreif“. Da dies so gut bei allen Kameraden ankam, präsentiert die Arbeitsgruppe seither des Öfteren ihre Arbeit in einem kleinen Film.

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Stürme gab es schon immer einmal, aber durch die globale Klimaerwärmung nahmen die Häufigkeit und die Stärke der Stürme zu. So zog am 18. - 19. Januar 2007 der Sturm „Kyrill“ mit enormen Windgeschwindigkeiten von über 150 km/h über Hessen und verschonte auch Marburg nicht. Während des Sturmes bewältigten die Cappeler Kameraden 35 Einsätze und an den nachfolgenden Tagen folgten nochmals 7 weitere Einsätze. In den meisten Fällen waren es umgefallene Bäume die Straßen blockierten oder auf Autos lagen. Es wurde aber ein Dach eines Hauses vom Wind abgedeckt und es wehte sogar einen Taubenschlag einen Abhang hinunter auf eine Straße. In ganz Hessen verursachte der Sturm einen Schaden von 4,5 Millionen Festmeter umgefallener Bäume.

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Im Jahr 2007 wurde ein Abrollbehälter Betreuung angeschafft. Dieser ermöglicht eine Aufenthaltsmöglichkeit für vom Einsatz betroffene Personen. Der Abrollbehälter wird vom Wechselladerfahrzeug transportiert, welches im Jahr 2005 angeschafft wurde und wird für die gesamte Feuerwehr Marburg vorgehalten. 

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Das Marburger Stadtfest „3 Tage Marburg“ erfreut sich immer großer Beliebtheit. Die Feuerwehr wollte die Gelegenheit auch nutzen, sich mit einem Infostand zu beteiligen. So kam es, dass die Feuerwehren Marburg Mitte 1. & 2. Zug sowie Cappel am 7. - 8. Juli 2007 an diesem Event  mit einem gemeinsamen Infostand auf dem Elisabeth-Blochmann-Platz teilnahmen.

 

Es wurde eine Fahrzeugausstellung und viele Aktionen vorgeführt. Seit dieser gemeinsamen Aktion findet der Infostand der Feuerwehr jedes Jahr erneut satt.

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Am 02. September 2007 nahm die Feuerwehr Cappel am 2. Cappeler Dorffest mit einer großen Fahrzeugausstellung teil. Hier konnten Groß und Klein mal selbst Feuerwehr spielen. In vielen Aktionen konnten alle erleben was Feuerwehr heißt. Sei es z. B. bei einem PKW mal die Türe mit dem „Spreizer“ herauszutrennen, einem Feuer mit dem Feuerlöscher den Garaus zu machen oder den Umgang mit einer Kübelspritze auszuprobieren.

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Die Feuerwehr Cappel bekam am 28. August 2008 eine Wärmebildkamera übergeben.Sie unterstützt z. B. die Kameraden bei der Lokalisierung des Brandherdes und das Auffinden vermisster Personen. Dies kann eine enorme Zeitersparnis mit sich bringen.

Somit hat die Feuerwehr Marburg schon insgesamt vier Wärmebildkameras, diese Anzahl in einer Feuerwehr ist schon etwas Besonderes. 

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Im November 2008 bekamen die Kameraden der Cappeler Wehr einen neuen Mannschaftstransportwagen (MTW).

Dies war das erste Fahrzeug in der Feuerwehr Marburg welches mit Gas angetrieben wird.

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An der Jahreshauptversammlung am 16. Januar 2009 konnten wir zwei neue Kameraden in unsere Feuerwehr übernehmen, die den Weg über die Homepage der Cappeler Feuerwehr zu uns gefunden haben. Bei einer kurzen Ansprache vom Kameraden Tobias Büttner meinte er dazu „Dies allein war die ganze Arbeit der Erstellung der Homepage schon wert und bestärkt uns nur, in unserer Arbeit so weiter zu machen.“

 

In einem Mehrfamilienhaus im Sperberweg, in dem 16 Bewohner gemeldet waren, brach am 02. Februar 2009 gegen 19:30 Uhr in einem Zimmer im Keller, ein Brand aus. Es wurde vier Personen aus der oberen Etage durch die Feuerwehr Cappel gerettet, während fünf Bewohner sich selbst in Sicherheit bringen konnten. Vier Bewohner wurden mit einer Rauchgasvergiftung in Krankenhaus gebracht. Es befanden sich ca. 40 Einsatzkräfte der Feuerwehr Cappel und Ockershausen sowie fünf Rettungswagen und zwei Notärzte an der Einsatzstelle. Fünf Bewohner wurden in städtischen Notunterkünften untergebracht. Der Sachschaden belief sich auf ca. 100.000 €.

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Im März 2009 konnten in Cappel 6.980 Einwohner registriert werden.

 

Am 14. Juni 2009 stand ein China-Restaurant in der Frauenbergstraße in Vollbrand. Es konnte verhindert werden, dass der Brand auf das Nachbargebäude übergriff. Dort entstand jedoch ein Schaden am Mauerwerk und durch Brandrauch in den Geschäftsräumen. Verletzt wurde niemand. Das Feuer wurde gegen 2:20 Uhr gemeldet und entstand vermutlich in der Küche des eingeschossigen Gebäudes. Zur Verstärkung wurde die Freiwillige Feuerwehr Ockershausen alarmiert. Der Sachschaden belief sich auf ca. 450.000 €. Als Brandursache wurde Brandstiftung vermutet.

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2010-heute

Chronik Feuerwehr Cappel 2010-heute

 

An der Jahreshauptversammlung der Jugendfeuerwehr am 12. Januar 2010 wurde Jan Bartelmeß zum neuen Jugendfeuerwehrwart gewählt.

 

Durch den demografischen Wandel, der auch in die Feuerwehr Einzug hielt und die gesetzliche Änderung im HBKG, dachte man schon im Jahr 2009 über eine Kinderfeuerwehr oder auch Kinderfeuerwehr genannt nach. Der Kamerad Stefan Müller stellte ein Betreuerteam aus sechs weiteren Kameradinnen und Kameraden zusammen. Am 15. März 2010 war es dann soweit. Ein weiterer wichtiger Grundstein der Feuerwehr Cappel wurde gelegt. 

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Stefan Müller

 

Die Kinderfeuerwehr der Feuerwehr Cappel war gegründet und traf sich anfangs mit vier Jungs und zwei Mädchen zum ersten Mal. Wie bei vielen Kindergruppen üblich, wurde natürlich noch ein passender Name benötigt und auch gefunden. Seitdem sind sie unsere „LÖSCHTIGER“. In Windeseile sprach sich dies unter den Kindern herum. Dies hatte zur Folge, dass die Gruppe innerhalb kürzester Zeit auf 15 Kinder anwuchs. Somit war die maximale Gruppengröße erreicht.

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Im Jahr übertrug der Landkreis die Aufgaben der Rettungsleitstelle der Stadt Marburg. Aufgrund von Vorgaben durch den Gesetzgeber stand eine Vergrößerung der Räumlichkeiten an. Dies konnte so an dem alten Standort der Zentralen Leitstelle in der Hauptfeuerwache am Erlenring nicht umgesetzt werden. So wurde beim Landratsamt in Cappel der Gebäudeteil C aufgestockt und dort das neue Gefahrenabwehrzentrum (GAZ) errichtet.

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Das GAZ wurde am durch den hessischen Innenminister Volker Bouffier, Landrat Robert Fischbach und vielen anderen Gästen eingeweiht. Es ist die modernste Rettungsleitstelle in Hessen. Sämtliche Notrufe aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf gehen dort auf 26 Leitungen ein und werden zusammengeführt. Die Alarmierung aller Feuerwehren im Landkreis erfolgt vom GAZ aus. Bei Großschadenslagen tritt der Krisenstab Marburg-Biedenkopf in einem eigens eingerichteten Stabsraum zusammen. 

 

Nachdem die Homepage nun seit drei Jahren bestand und über 77.000 Besucher auf der Homepage waren, war es Zeit für eine Veränderung. Die Homepage sollte moderner werden und umfangreicher werden.

Mehrere Monate wurde sie neben der alten Homepage aufgebaut und mit Leben gefüllt. Am 05. August 2010 wurde die NEUE Homepage der Feuerwehr Cappel durch das Webmaster-Team online geschaltet.

Die gesamte Homepage wurde komplett neu erstellt und um viele neue Bereiche erweitert, um den Bürgern noch mehr Informationen bieten zu können. Sie ist seitdem unter der bekannten Adresse zu finden. 

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Werner Fischer kam aus der Freiwilligen Feuerwehr Marburg, bevor er 1973 nach Cappel umzog und anschließend in die Freiwillige Feuerwehr Marburg-Cappel wechselte. Er war in der Zeit von 1979 bis 1990 als Gruppenführer tätig. Zum stellv. Wehrführer wurde Werner 1980 gewählt und übernahm 1990 das Amt als Wehrführer der Cappeler Feuerwehr. Im April 2000 löste er Karlheinz Merle als Stadtbrandinspektor und Leiter der Marburger Feuerwehr ab.

Am 07. September 2010 gab der Leiter der Marburger Feuerwehr Werner Fischer dem Wehrführerausschuss bekannt, dass er zum 01. November 2010 seinen Posten räumt. Als Grund gab Werner Fischer an sich beruflich verändern zu wollen und mehr Zeit für seine „Familie, Gesundheit und etwas mehr Ruhe“ zu haben. Als Diplom-Verwaltungswirt wird Werner Fischer zum Jahresanfang 2011 eine Stelle im Marburger Rechtsamt antreten. Sein bisheriges Amt als Leiter der Marburger Feuerwehr wird sein Stellvertreter Andreas Brauer kommissarisch übernehmen, bis ein Nachfolger gefunden ist. 

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Werner Fischer

 

Anlässlich des einjährigen Bestehens der Kinderfeuerwehr am 14. März 2011 sponserte die Firma Fielmann den "Löschtigern" ihre eigenen T-Shirts. Was mit einer Mitgliederzahl von vier Kindern begann, kann man nach einem Jahr auf eine Anzahl von 20 Kindern im Alter von sechs bis zehn Jahren stolz sein.

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Als einer der ersten Feuerwehren in Hessen dokumentiert die Feuerwehr Marburg-Cappel in einer Selbstverpflichtungserklärung, dass sie ihre Mädchen und Jungen vor sexuellen Übergriffen schützen will.

Hierzu haben sich die Wehrführung und alle Betreuer/innen die sich mit der Jugendarbeit beschäftigen am 17. März 2011 dem „Verhaltenskodex zum Kindeswohl“ verpflichtet und durch die Hessische Jugendfeuerwehr schulen lassen. 

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Als Nachfolgerin von Werner Fischer trat am Carmen Werner das Amt als neue Leiterin der Feuerwehr Marburg an. Sie schloss eine Ausbildung als technische Zeichnerin ab, absolvierte ein Ingenieurstudium im Maschinenbau und leitete zuletzt den Fachbereich „Geräte- und Schutzsystemtechnik“ bei der Berufsfeuerwehr Frankfurt. 

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Carmen Werner

 

Am 22. Dezember 2011 verstarb unser Kamerad Detlef Strauß im Alter von 54 Jahren nach längerer Krankheit. Die Feuerwehr lag ihm Zeit seines Lebens am Herzen und er war von Anfang an mit Herz und Seele dabei.

Detlef trat im Juni 1971 in die Feuerwehr Marburg-Cappel ein und hätte bei der Jahreshauptversammlung am 18.04.2012 für 40 Jahre Feuerwehr das Goldene Brandschutzabzeichen am Bande erhalten. Er engagierte sich in der Feuerwehr Cappel stark als Kreisausbilder, Gerätewart und Führungskraft. Als Ehrungen erhielt Detlef das Deutsche Feuerwehr Ehrenkreuz in Silber, die Florian-Medaille der Hessischen Jugendfeuerwehr in Silber und das Silberner Brandschutzabzeichen am Bande. 

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Detlef Strauß

 

Am 14.02.2012 traf sich der Workshop „Homepage Feuerwehr Marburg“ um die Homepage der Feuerwehr Marburg, mit dem Mediengestalter Herrn Dudek zu entwickeln. Auch hier beteiligte sich unser Webmaster-Team um dieses Projekt voranzutreiben. 

FW MR

 

An der gemeinsamen Jahreshauptversammlung am 18. April 2012 wurde die Homepage der Feuerwehr Marburg online gestellt. Das neue gemeinsame Layout steht nun jeder Stadtteilfeuerwehr zur Verfügung. 

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Vom Lande Hessen wurde zum ersten Mal, an der gemeinsamen Jahreshauptversammlung der Marburger Feuerwehren, verdienstvollen Feuerwehrkameraden eine Anerkennungsprämie für 10, 20, 30 und 40 Jahren Einsatzdienst verliehen. Von der Cappeler Feuerwehr wurden den Kameraden Peter Althaus, Jan Bartelmeß, Peter Becker und Tobias Büttner die Anerkennungsprämie überreicht. 

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Als jüngstes Feuerwehrvereinsmitglied begrüßte die Feuerwehr Cappel am 01. Mai 2012 sein neues Mitglied Nevio Beliza, der schon in einem Alter von 11 Monaten mit voller Begeisterung für die Feuerwehr dem Förderverein beitrat. Wie sollte es auch anders sein wenn der Vater und der Patenonkel auch in der Feuerwehr sind. 

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In Absprache mit dem Workshop wendete die Feuerwehr Marburg-Cappel als erste Marburger Stadtteilfeuerwehr das neue Template auf ihre Homepage an.

Das Template wurde gemeinsam mit dem Mediengestalter Herrn Dudek weiterentwickelt und Fehler behoben. Am 11. August 2012 wurde die neue Homepage online gestellt.

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Am 13. Dezember 2012 absolvierte Carola Kördel als erste Feuerwehrfrau der Cappeler Feuerwehr den LKW Führerschein Klasse CE.

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Bei der Jahreshauptversammlung der Jugendfeuerwehr am 15. Januar 2013 wurden erstmalig zwei Kameraden als stellvertretende Jugendfeuerwehrwarte gewählt. Die Kameraden Jan-Lennart Büttner und Christian Kuske nehmen nun dieses Amt gemeinsam war.

 

Am 24. März 2013 kam es in der Marburger Tapetenfabrik in Kirchhain zu einem Großbrand. An mehreren Stellen brach durch Brandstiftung gleichzeitig Feuer im Keller und Lagerräumen aus. Der Brandstifter wurde wenige Stunden später festgenommen. Auf der betroffenen Fläche von ca. 1.400 m³ entstand ein Schaden in Millionenhöhe. Aus dem ganzen Landkreis wurden Feuerwehren zur Unterstützung nach Kirchhain entsandt. Auch unsere Feuerwehr wurde mit dem TLF und Schaumwasserwerfer angefordert. Hierbei bestand die Aufgabe mit Leichtschaum den Keller zu fluten.

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Erstmals wurden die Ehrungen der Marburger Feuerwehrkameraden am 28. Mai 2013 in einer Feierstunde im Marburger Rathaus übergeben. Auch Kameraden der Cappeler Wehr nahmen an dieser besonderen Ehrung teil und erhielten folgende Ehrungen: Klaus Becker (Anerkennungsprämie für 40 Jahre aktive Mitgliedschaft), André Cappeller & Carsten Jöstingmeier (Silbernes Brandschutzehrenabzeichen am Bande) und Andreas Meige (Goldenes Brandschutzehrenabzeichen am Bande).

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Innenminister Boris Rhein entsendete am 03. Juni 2013 zur Unterstützung der Hochwasserbekämpfung über 600 hessische Feuerwehrleute zunächst nach Sachsen an die Elbe. Der Landkreis Marburg-Biedenkopf schickte 120 Einsatzkräfte von DRK, Feuerwehr und DLRG ins Katastrophengebiet. Auch zwei Kameraden der Feuerwehr Marburg-Cappel Jörg Scheidemann und Thomas Weber kämpften an der Front gegen die Fluten. Die Fluthelfer des Landkreises wurden in Mühlberg/Elbe in Brandenburg eingesetzt. Am 08. Juni 2013 kehrten unsere Fluthelfer wohlbehalten zurück.

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Am 19. Oktober 2013 wurde Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit der Feuerwehr Marburg gegründet. Hintergrund war die Mitgliedergewinnung für die Marburger Feuerwehren. Auch die Cappeler Wehr sicherte ihr Mitarbeit zu und nahm an diesem Treffen teil.

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Das neue Feuerwehrfahrzeug LF 20/16 ist fertig. Es wurde von einigen Kameraden der Feuerwehr Marburg-Cappel am 06. November 2013 aus dem Ziegler Werk in Giengen abgeholt. Anschließend findet die Ausbildung für die Mannschaft und vor allem die Einweisung der Fahrer auf dem neuem Löschfahrzeug statt.

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Die offizielle Übergabe des neuen Löschgruppenfahrzeug LF 20/16 fand an der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Marburg-Cappel am 17. Januar 2014 um 19 Uhr statt. Ab diesem Zeitpunkt wurde das Fahrzeug auch in den Einsatzdienst genommen.

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In der Legislaturperiode 2013-2018 zwischen der CDU und Grüne wurde im Koalitionsvertrag festgeschrieben: „Um außerdem die Qualität der Ausbildung noch weiter zu steigern, werden wir im mittelhessischen Raum ein Jugendfeuerwehrausbildungszentrum neu errichten.“

Es löste ein großes Entsetzten bei allen Betroffenen in unserem Landkreis Marburg-Biedenkopf aus, als wir erfuhren dass sich einige Städte um das neue Jugendfeuerwehrausbildungszentrum beworben haben und man in Erwägung zog den Standort Marburg-Cappel zu verlassen. Die Feuerwehr Marburg und dem Landkreis Marburg-Biedenkopf sowie alle führenden Politiker unseres Landkreises zogen an einem Strang uns sendeten klare Signale nach Wiesbaden, um zu zeigen dass wir uns dies nach 40 Jahre Jugendfeuerwehrausbildungszentrum in Marburg nicht so einfach gefallen lassen. 

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Am 05. April 2014 kam die erlösende Nachricht im Rahmen einer Versammlung des Landesfeuerwehrverbandes Hessen vom hessischen Innenminister Peter Beuth: „Nach reiflicher Überlegung und Abwägung der Vor und Nachteile einer möglichen Verlagerung des Jugendfeuerwehrausbildungszentrums habe ich entschieden, den Standort Marburg-Cappel beizubehalten und dort einen Neubau zu errichten. Dieses Vorhaben wollen wir gemeinsam mit der Stadt Marburg umsetzen“.

Dies hat auch Auswirkungen auf die in 1971 erbaute Feuerwache Marburg-Cappel, die nun jetzt auch komplett neu an ihrem bisherigen Standort neu gebaut wird. Die Feuerwehr Marburg plant voraussichtlich ein Ausbildungszentrum für die Marburger Feuerwehren mit zu integrieren. Bis zur Fertigstellung des gesamten Komplexes plant man ca. 5 Jahre.

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Weitere Informationen zum Neubau der Feuerwache Marburg-Cappel sind in unserem Baustellentagebuch nachzulesen.  

 

Am Mittwoch den 14. Mai 2014 fand im historischen Saal des Marburger Rathauses die 18. Verleihung der Ehrenamts-Card statt. Von der Feuerwehr Marburg-Cappel wurden 11 Feuerwehrkameraden/innen vom Oberbürgermeister Herr Egon Vaupel für ihr besonders ehrenamtlich Engagement geehrt und die Ehrenamts-Card des Landes Hessen im verliehen. Weitere Informationen sind im Beitrag Verleihung der Ehrenamts-Card nachzulesen.

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  • Beliza Thorsten
  • Büttner Jan-Lennart
  • Büttner Tobias
  • Hofmann Björn
  • Jöstingmeier Carsten
  • Kördel Carola
  • Lemmer Reiner
  • Meige Andreas
  • Scheidemann Jörg
  • Wacker Christian
  • Wenz Stefanie

 

Am 31. Mai 2014 nahmen wir an der Cold Water Challenge 2014 (Kalt Wasser Herausforderung) teil. Hierbei wurden wir herausgefordert innerhalb von 48 Stunden uns kaltem Wasser auszusetzten.

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Bei der Umsetzung und dem Videodreh hatten wir sehr viel Spaß und spendeten noch zusätzlich 200,- € an die Intuition Paulinchen e. V.  

 

 

Zu einem Kellerbrand im größten Marburger Hochhauses „Am Richtsberg 88“ kam es am 24. Juni 2014. Dies war der erste größere Einsatz des neuen LF 20/16. Es mussten 280 Bewohner evakuiert und eine Brandbekämpfung durchgeführt werden. Hierbei waren 120 Feuerwehrkameraden im Einsatz. Unsere Kameraden waren hierbei 12 Stunden im Einsatz und retteten schon in der ersten Stunde 17 Erwachsene und 7 Kinder vom Balkon, da der Treppenraum stark verraucht war.

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Das Tierheim Cappel und unsere Feuerwehr Marburg-Cappel erstellten im September 2014 gemeinsam den Fotokalender „Feuer & Flamme 2015“. Hierbei wurden die Tiere des Tierheims mit unseren Feuerwehrkameraden fotografiert. Diese Aktion ist einzigartig in und gab es in dieser Zusammenarbeit in Deutschland so noch nicht.

Der Erlös aus dem Verkauf kam dem Tierheim und unserer Kinder- & Jugendfeuerwehr zu gute.​

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Am Freitag den 21. November 2014 machte sich eine Delegation der Freiwilligen Feuerwehr Marburg auf in Richtung Ulm zur Verleihung des Conrad Dietrich Magirus Preises. Insgesamt waren bundesweit rund 40 Feuerwehren für diesen Preis angetreten.

Die Marburger Feuerwehr konnte sich hier gegen vier weitere nominierte Finalisten durchsetzen.

Der Preis wurde in der Kategorie Brandbekämpfung verliehen und würdigt damit die Leistung der rund 350 Einsatzkräfte, die am 24. Juni 2014 dieses Jahres bei einem Brand in einem zwölfgeschossigen Wohngebäude in Marburg rund 220 Bewohner in Sicherheit bringen konnten.

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Bei den Wahlen der Jahreshauptversammlung am 09.01. & 16.01.2015 wurde die neue Führung der Feuerwehr Marburg-Cappel gewählt. Nach 15 Jahren gab Peter Bartelmeß die Führung der Cappeler Wehr in neue Hände. Zum neuen Wehrführer und stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden wurde André Cappeller gewählt.

Bisher war der Wehrführer auch gleichzeitig Vorstandsvorsitzender vom Feuerwehrverein. Diese Ämter wurden diesmal voneinander getrennt, um die Arbeit besser verteilen zu können. Björn Weise übernimmt als Vorsitzender die Führung des Feuerwehrvereins. Als sein Stellvertreter steht im der Wehrführer André Cappeller zur Seite. 

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André Cappeller   Björn Weise

Auch bei der Jugendfeuerwehr gabe es an der Jahreshauptversammlung eine Änderung im Führungsteam. Jan Bartelmeß gab nach 10 Jahren sein Amt als Jugendfeuerwehrt ab. Als sein Nachfolger wurde Jan-Lennart Büttner gewählt, der bisher stellvertretender Jugendfeuerwehrwart war. Das Amt des neuen stellvertretenden Jugendfeuerwehrwart übernimmt Björn Hofmann. 

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Jan-Lennart Büttner

 

Am 19. März 2015 wurde unserer Homepage zum ersten Mal auf Trauer geschaltet. Diese wurde anstatt im altbekannten Rot nun in Schwarz/Grau dargestellt.

Der traurige Grund hierfür war, dass unser Feuerwehrkamerad Oberfeuerwehrmann Heinrich Fuß verstarb.

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1 ½ Jahre arbeitete das Webmaster-Team an dem neuem Template und der Erstellung der neuen Homepage. Am 05. Juli 2015 ging dann diese mit einem neuen Aussehen und noch mehr Inhalten endlich online.

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Der 3. zentrale Ehrungsabend der Feuerwehr Marburg fand am 22. Juli 2015 im Marburger Rathaus statt und war ein ganz besonderer Ehrungsabend.

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Hierbei wurden auch einige Cappeler Feuerwehrkameraden geehrt:

Aktiver Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr (Anerkennungsprämie): Wanger Christian (10 Jahre) Pfingst Alexander, Niebuhr Mirco, Scheidemann Jörg (20 Jahre) Bartelmeß Peter (40 Jahre)

25 Jahre aktiver Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr (Silberne Brandschutzehrenabzeichen am Bande): Lemmer Rainer, Niebuhr Mirco, Weise Björn und Weber Dieter

10 Jahre aktive Dienstzeit im Katastrophenschutz (Bronzene Katastrophenschutz-Medaille): Cappeller André und Scheidemann Jörg

Besondere aufopferungsvolle Hilfe bei der Abwehr von Gefahren und der Beseitigung von Schäden anlässlich der Flutkatastrophe (Einsatzmedaille „Fluthilfe 2013“) Scheidemann Jörg

Langjährige Tätigkeit in der Funktion als Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Marburg-Cappel (Bronzene Helmschild): Bartelmeß Peter

Neben den vielen Ehrungen für die aktiven Marburger Feuerwehrkameraden kam es nun zu Höhepunkt des Ehrungsabends.

Unser Herr Oberbürgermeister und Brandschutzdezernent Egon Vaupel wurde von seinen Kameraden/-innen der Freiwilligen Feuerwehr Marburg in einem feierlichen Rahmen mit den Worten „Danke Egon“ geehrt. Hierzu spielte das Blasorchester Feuerwehr Marburg und Kameraden/-innen standen mit Fackeln stellvertretend für über 500 aktive Feuerwehrkameraden der Stadt Marburg für unseren Egon Spalier. Er wurde von der Feuerwehr Marburg mit dem Goldenen Helmschild für sein besondere Verdienste und Engagement für die Marburger Feuerwehr geehrt.

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Am 15. Oktober 2015 wurde das Architekturbüro Pussert Kosch Architekten aus Dresden als Gewinner des Architektenwettbewerbs für den Neubau unserer Feuerwache bekannt gegeben. Alle Entwürfe wurden der Öffentlichkeit in einer Ausstellung präsentiert, die durch den Oberbürgermeister Egon Vaupel eröffnet wurde.

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Weitere Informationen zum Neubau der Feuerwache Marburg-Cappel sind in unserem Baustellentagebuch nachzulesen. 

 

  

Der Marburger Oberbürgermeister & Brandschutzdezernent Egon Vaupel legte nun nach 10 Jahren Dienstzeit sein Amt aus gesundheitlichen Gründen nieder. Sein Nachfolger Dr. Thomas Spies trat am 01. Dezember 2015 sein neues Amt an.

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Dr. Thomas Spies

 

Unsere Jugendfeuerwehr veranstaltete am 16. April 2016 bereits zum 2. Mal einen Aktionstag zur Mitgliedergewinnung. Dieser Aktionstag wurde angeboten, um Kinder und Jugendliche für das interessante und spannendes Hobby Jugendfeuerwehr zu begeistern. Die Kinder wurden zuhause mit dem Feuerwehrfahrzeug abgeholt und bekamen im Anschluss die Fahrzeuge erklärt sowie alle ihre Fragen beantwortet. Bei einer Vorführung eines Löschangriffs der Jugendfeuerwehrmitglieder kamen die Kinder einen weiteren Einblick.  "Wasser marsch" die Teilnehmer des Aktionstages konnten gemeinsam mit den Mitgliedern der Jugendfeuerwehr, hinter unserem Gerätehaus, verschiedene Strahlrohre und ihre vielfältigen Funktionen testen. Als besonderes Highlight des Tages durfte jeder der wollte, seine Höhentauglichkeit mit der Drehleiter in 30 m Höhe testen. Nachdem erfolgreichem Aktionstag konnten wir 5 Neuanmeldungen für unsere Jugendfeuerwehr verzeichnen.

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Am 27. Dezember 2016 gründete sich die Arbeitsgruppe Werbespot mit dem Ziel für die Jugendfeuerwehr und Einsatzabteilung der Feuerwehr Marburg in großem Umfang Werbung zu machen. Hierzu  kamen aus mehreren Stadteilfeuerwehren Kameraden, mit dem unterschiedlichsten Fachwissen zusammen, um gemeinsam mit einem Werbefilmer die Werbespots aufzunehmen. Auch hier beteiligte sich die Feuerwehr Cappel, indem unser Kamerad Tobias Büttner sein Fachwissen mit in die Arbeitsgruppe einbrachte.

Die Werbespots werden dann voraussichtlich im Herbst 2017 der Öffentlichkeit vorgestellt.

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Bereits im Dezember 2016 legte Björn Weise sein Amt als Vorstandvorsitzender nach 23 Monaten Amtszeit nieder. Daraufhin musste die geplante Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Cappel vom Januar auf den 17. März 2017 verschoben werden, um die Neuwahlen vorbereiten zu können. 

Als neue Vorstandsvorsitzende wurde Stefanie Wenz mit großer Mehrheit gewählt. Sie bisher im Vorstand viele Jahre als Kassenwartin aktiv. 

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Stefanie Wenz

 

Unsere Cappeler Kinderfeuerwehr "Löschtiger" bekam ein neues Führungsteam. Als neue Leiterin unserer Bambinis ist seit dem 01. Juli 2017 Nadine Lemke verantwortlich und wird von ihrer Stellvertreterin Anika Bingel unterstützt. 

Im August 2017 wurde Nadine Lemke zur Stadtkinderfeuerwehrwartin der Feuerwehr Marburg ernannt und vertritt somit jetzt die Interessen aller Marburger Kinderfeuerwehren.

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 Nadine Lemke

 

Die Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsgruppe der Feuerwehr Marburg wurde bereits im Oktober 2013 gegründet. Nach einiger Zeit zerschlug sich leider die Arbeitsgruppe, aufgrund  mangelnder Beteiligung.

Für die Arbeitsgruppe fanden sich nun neue Kameraden/innen, um die Arbeit wieder aufzunehmen. Sie setzt sich nun aus allen Abteilungen der Feuerwehr Marburg zusammen: Marc Prause (Sprecher der ehrenamtlichen Kräfte), Felix Maeding (Stadtjugendfeuerwehrwart), Jan Linker (Fachdienst Brandschutz), Nadine Lemke & Anika Bingel (Kinderfeuerwehr), Tobias Büttner (Webmaster) und Harald Michel zusammen. Somit stelle die Feuerwehr Cappel diesmal gleich drei Kameraden/innen für die neue Arbeitsgruppe. Das erste Treffen der Arbeitsgruppe fand am 29. August 2017 statt. Die Aufgaben der Arbeitsgruppe sind die Darstellung der Feuerwehr Marburg in den sozialen Medien und den Homepages.

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Eine 19järige Tradition geht zu Ende. Am 23. September 2017 veranstaltete die Feuerwehr Marburg-Cappel ihr letztes 19. Cappeler Oktoberfest. Aber warum wird so eine sehr erfolgreiche Veranstaltung nicht fortgeführt? Viele Wochen Vorbereitungen sowie zwei Tage für Aufbau, Fest und Abbau kostet viel Engagement, der Feuerwehrkameraden/-innen sowie der Vereinsmitglieder. Wir hatten immer sehr viel Spaß bei diesem tollen Event, doch fehlte meist die Möglichkeit bei dieser Veranstaltung selber feiern zu können. Unser Oktoberfest war bereits über die Landkreisgrenzen hinaus bekannt und bescherte uns meist um die 1.000 Gäste, die sogar zum größten Teil in Tracht erschienen. Doch nun hat der Vereinsvorstand, nach einer Umfrage innerhalb der Helfer des Oktoberfestes, beschlossen kein weiteres Oktoberfest auszurichten. Wir bedanken uns bei allen Gästen für Treue und super Feierstimmung! Unsere Feuerwehr wird sich nun auf den Neubau der Feuerwache konzentrieren und nach dem Umzug versuchen eine neue Veranstaltung auszurichten.

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Es fand am 23. Oktober 2017 ein Treffen mit dem Marburger Brandschutzdezernenten, Leitung der Feuerwehr Marburg, Marburger Hochbauamt und den Führungskräften der Feuerwehr Marburg-Cappel statt. Nach langem Warten kam nun endlich die Entscheidung: Die Stadt Marburg hat sich dazu entschlossen die neue Cappeler Feuerwache und das Feuerwehrtrainigszentrum auf das Gelände des alten Sportplatzes, was zuletzt als Flüchtlingserstaufnahmelager genutzt wurde, zu bauen.

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Weitere Informationen zum Neubau der Feuerwache Marburg-Cappel sind in unserem Baustellentagebuch nachzulesen.  

 

Die Feuerwehr Marburg begann vor einem Jahr mit der Produktion von zwei Werbespots zur Mitgliederwerbung. Hierfür wurde die Arbeitsgruppe "Werbespot" gegründet die sich mit der Erstellung der Filme befasste und von einer Filmcrew unterstützt wurde. Von unserer Feuerwehr waren gleich 5 Feuerwehrkameraden/innen an der Produktion beteiligt. 

  • Stefanie Wenz (Werbespot "Alltagsheld" > Schnittheldin)
  • Janine Schrodt (Werbespot "Alltagsheld" > Ordnungsheldin)
  • Tobias Büttner (Arbeitsgruppe Werbespot)
  • Dieter Weber (Unterstützung Drehleiter)
  • Denis Schleich (Erstellung Landingpage)

 

Die Feuerwehr Marburg veröffentlichte am 27. November 2017, unter dem Namen Werbekampagne #FEUERWEHRMARBURG die zwei Werbespots "Superheld" & "Alltagsheld", in einer Premiere im Cineplex Kino. 

 

Komm zur Feuerwehr Marburg und werde auch Du zum Helden!

 

NICHT ALLE HELDEN TRAGEN CAPES!  #FEUERWEHRMARBURG

 

  

An der Wehrführerausschusssitzung am 08. November 2017 wurde beschlossen eine neue Stelle als Fachgebietsleiter Öffentlichkeitsarbeit und Soziale Medien der Feuerwehr Marburg zu besetzten, die zum 01. Januar 2018 besetzt werden soll.

In unser Kameraden Tobias Büttner fand man Aufgrund seiner langjährigen Erfahrungen in der Öffentlichkeitsarbeit und Kenntnissen als Homepage-Webmaster in ihm die ideale Besetzung für dies Amt. Er leitet nicht nur die Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit der Cappeler Feuerwehr sondern auch die der Feuerwehr Marburg. Den Marburger Stadtteilfeuerwehren steht er bei ihren Homepages als Webmaster hilfreich zur Seite.

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Tobias Büttner

 

Wie wir bereits berichteten war die Gründung der Kinderfeuerwehr Marburg-Cappel „Löschtiger“ am 15. März 2010. Es ist eine sehr lange Zeit vom Eintritt in die Kinderfeuerwehr bis zu aktiven Dienst in der Einsatzabteilung einer Feuerwehr. Daher freuen wir uns, dass wir langsam die ersten Erfolge unserer Kinderfeuerwehr „Löschtiger“ verzeichnen können.   

Philipp Lübke war der Erste der als Gründungsmitglied in die Kinderfeuerwehr eintrat, dann am 31. Januar 2011 in die Jugendfeuerwehr wechselte und bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Cappel 1926 e.V. am 19. Januar 2018 in die Einsatzabteilung übernommen wurde.

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Philipp Lübke

  

Die EU Datenschutz-Grundverordnung (EU DSGVO) wurde bereits am 14. April 2016 im EU Parlament beschlossen und trat nun am 25. Mai 2018 in Kraft. Der Datenschutz wird nun in der Europäischen Union einheitlich geregelt und sichert jedem Mitbürger mehr Schutz seiner persönlichen Daten zu. Die DSGVO trifft auf alle zu die persönlichen Daten verarbeiten und somit ist auch unserer Förderverein Freiwillige Feuerwehr 1926 Cappel e. V. davon betroffen.

Das Webmaster-Team nahm sich der neunen DSGVO an. Es galt sich rechtzeitig in das Thema einzuarbeiten und die neuen Anforderungen umzusetzen. Hierzu wurde die Homepage den neuen Datenschutzbestimmungen angepasst und das erworbene Fachwissen an alle Webmaster der Marburger Feuerwehren weiter gegen. Aber auch die Beitrittserklärung für unseren Förderverein wurde mit einer Datenschutzerklärung erweitert und für die Vereinssatzung eine ergänzende Datenschutzordnung verfasst. Unterstützung kam durch Vereinsmitgliedern, die ihr berufliches Fachwissen mit einbrachten und somit gewährleisten konnten, dass die Umsetzungen pünktlich zum in Kraft treten der DSGVO abgeschlossen werden konnten.

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Wie geht's weiter, wir werden berichten also schaut mal wieder vorbei!

 

 

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